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07.04.2006

09:00 Uhr

Auf dem Grün reicht ein guter Schwung allein nicht aus

Fit auf den Golfplatz

VonAndreas Lampert (Golfaffairs)

Golfer sind auch nur Menschen - mit all ihren Beschränkungen und Unzulänglichkeiten. Weil der Sport aber feinste Bewegungskoordination erfordert, arbeiten Sportmediziner und Golfpros an optimalen Gesundheits- und Trainingsprogrammen.

54,4 Prozent aller aktiven deutschen Golfer sind über 50 Jahre alt, so eine Statistik des Deutschen Golf Verbandes (DGV) von 2004. Klar, dass das nicht alles austrainierte, bewegliche Leistungssportler sind. Nur gehen leider die meisten Lehrbücher und Golfpros bislang von "Schülern" aus, die die idealen Schwungbewegungen auch tatsächlich umzusetzen in der Lage sind. Dass die Realität anders aussieht, lässt sich auf jeder Driving Range beobachten.

Da tut sich ein weites Feld für die Sportmedizin auf. Das Lehrund Forschungsinstitut für Golf der Universität Paderborn, das auch die Nationalkader des DGV betreut, forscht intensiv nach Methoden,um ältere Golfspieler fit zu halten und auch für jüngere präventiv die richtigen Trainingspläne zu erarbeiten. So sollen körperliche Defizite durch therapeutische Trainingsmethoden ausgeglichen werden.

Während eines Golfschwungs werden mindestens 124 von insgesamt 434 Muskeln im Körper eines Menschen aktiviert. Pro Drive erzeugt der Spieler dabei eine Leistung, die zwischen 2000 und 3000 Watt liegt, und bei einer Runde über 18 Löcher werden nicht nur acht bis zehn Kilometer Fußmarsch zurückgelegt, sondern gleichzeitig um die 1200 Kalorien verbraucht.

Mehr als bei vielen anderen Sportarten - bei zwei Stunden Tennis werden 960, bei einer Stunde Langlauf 900 und bei einer Stunde Jogging 700 Kalorien verbrannt. Immer häufiger erhält Golf in Umfragen die Höchstnoten als optimaler Sport, der von allen Altersklassen betrieben werden kann. Golfspezifische Übungen gehören mittlerweile zu den Standards der Fitnesstrainer, auch Seminare zum Thema Golf & Gesundheit, wie sie auf Wellnessfarmen oder in Kurorten angeboten werden, werden immer populärer.

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