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19.01.2016

14:39 Uhr

Australian Open

Tennis-Damen beißen sich in Melbourne durch

Fast hätte Angelique Kerber in Melbourne wieder ein böses Erwachen erlebt. Doch mit Kampf und Glück kam die deutsche Nummer eins weiter. Erfolgreich waren auch ihre Team-Kolleginnen – anders als die deutschen Herren.

Kerber führte im Match gegen die Japanerin Doi schnell – dann war der Rhythmus weg. Vorerst. Reuters

Rückenprobleme stoppten sie nicht

Kerber führte im Match gegen die Japanerin Doi schnell – dann war der Rhythmus weg. Vorerst.

MelbourneAngelique Kerber ließ sich nach ihrem Zittersieg erschöpft und erleichtert in den Sessel fallen, Sabine Lisicki verließ nach ihrem Auftakterfolg beschwingt die Anlage. Die deutschen Tennis-Damen haben am zweiten Tag der Australian Open gleich als Sextett die zweite Runde erreicht, vor allem Kerber musste für ihr Weiterkommen aber erst einmal die Dämonen der Vergangenheit besiegen. „Ich habe das Spiel vom letzten Jahr noch gespürt, war total verkrampft“, sagte die deutsche Nummer eins nach ihrem hart erkämpften 6:7 (4:7), 7:6 (8:6), 6:3 gegen die Japanerin Misaki Doi.

Dabei hatte die Kielerin im Tiebreak des zweiten Durchgangs sogar einen Matchball gegen sich, drehte einen Tag nach ihrem 28. Geburtstag aber mit großer Willensstärke die Partie. „Mein Kampfeswille war der Schlüssel zum Sieg“, sagte Kerber.

Im vergangenen Jahr war die Weltranglisten-Sechste in Melbourne bereits in der ersten Runde gescheitert, überhaupt lieferte Kerber bei den vier Grand Slams 2015 enttäuschende Resultate ab und kam nicht einmal über die dritte Runde hinaus. Diese Saison soll nun alles besser werden, mit der Aussage, es bei den großen Turnieren „krachen lassen“ zu wollen, hatte sie sich selbst unter Druck gesetzt.

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Anfangs sah es gegen Doi so aus, als würde Kerber ihren großen Worten Taten folgen lassen. Sie führte schnell mit 4:0 und hatte die Partie gegen die Asiatin im Griff. „Aber dann war plötzlich mein Rhythmus völlig weg und ich habe die Bälle wieder nur reingespielt“, analysierte Kerber.

Aber irgendwie bekam sie ihre Nerven wieder in den Griff und ließ sich auch von leichten Rückenproblemen nicht stoppen. „Jeder hat während eines Grand Slams ein schlechtes Spiel, ich hatte es gleich zu Beginn“, sagte Kerber. Um vor dem Zweitrunden-Duell gegen die Rumänin Alexandra Dulgheru am Donnerstag endgültig wieder positive Gedanken zu haben, will sie sich einfach ein Video von einem ihrer guten Spiele anschauen. Und dann vor allem relaxen. „Ich würde am liebsten gleich sitzen bleiben“, sagte Kerber nach der Presserunde.

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