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06.01.2008

20:44 Uhr

Baseball Bundesliga

Schwaben-Derby endet am grünen Tisch, Köln siegt

Das Schwaben-Derby zwischen ratiopharm Ulm und den Walter Tigers Tübingen endet am grünen Tisch. Beim 84:78-Sieg der Ulmer wurden zwei Punkte der Gäste gelöscht. Die Köln 99ers siegten gegen Braunschweig.

Das brisante Schwaben-Derby zwischen ratiopharm Ulm und den Walter Tigers Tübingen hat am 15. Spieltag in der Basketball-Bundesliga (BBL) einen neuen Höhepunkt erreicht: Mitte des zweiten Viertels wurden zwei zunächst gegebene Punkte für die Gäste wieder von der Anzeigetafel gelöscht. Die Tigers, die sich am Ende 78:84 (42:42) geschlagen geben mussten, legten Protest gegen die Spielwertung ein.

"Ein völlig eindeutiger Sachverhalt"

"Uns ist schlichtweg ein regulärer Korberfolg aberkannt worden. Dabei haben sogar alle Pressevertreter diesen notiert. Das ist aus meiner Sicht ein völlig eindeutiger Sachverhalt", sagte Tübingens Präsident Roland Oppermann, der eine Neuauflage des Spiels anstrebt.

Die Ulmer, die nach dem umstrittenen Erfolg Sechster sind, sehen dem Einspruch gelassen entgegen. "An Tübingens Stelle würde ich das Geld für einen Protest sparen", sagte Ulms Manager Thomas Stoll. Da die Punkte nicht auf dem Spielberichtsbogen stehen würden, wäre es ein Wunder, wenn das Spiel wiederholt werde, so Stoll. Nun muss sich BBL-Spielleiter Dirk Horstmann mit dem Vorfall befassen.

Am Sonntag sorgte Schlusslicht Science Jena durch ein 71:63 (36:41) gegen den bisherigen Tabellenfünften Brose Baskets Bamberg für eine faustdicke Überraschung. Auch die Eisbären Bremerhaven erlitten eine unerwartete 76:85 (36:43)-Heimniederlage gegen die DB Skyliners Frankfurt. Erst nach Verlängerung siegten die EWE Baskets Oldenburg 82:75 (32:31, 65:65) gegen die digibu Baskets Paderborn.

Derweil musste Alba Berlin beim 90:87 (44:41) gegen ENBW Ludwigsburg nach der zweiwöchigen Mini-Winterpause lange zittern, behauptete aber knapp die Tabellenführung und hat 24:6 Punkte auf dem Konto.

Quakenbrück und Leverkusen bleiben auf Tuchfühlung

Die Verfolger Artland Dragons Quakenbrück (85:69 bei der BG 74 Göttingen) und Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen (87:71 bei den Giessen 46ers) gaben sich keine Blöße und blieben mit jeweils 22:8 Zählern auf Tuchfühlung. Die Telekom Baskets Bonn siegten 66:64 (25:33) beim TBB Trier und kletterten auf Rang vier.

"Nach der Pause war dies ein wichtiger Sieg für uns, obwohl wir in manchen Situationen gezeigt haben, dass wir einiges verbessern müssen", sagte Alba-Coach Luka Pavicevic. Der 39-jährige Serbe konnte sich vor allem bei Julius Jenkins bedanken, dass die Berliner zu Hause in dieser Saison weiterhin ungeschlagen sind. Der US-Amerikaner sorgte mit verwandelten Freiwürfen für die Entscheidung und war mit 26 Punkten Topscorer der Partie.

Weit weniger Mühe hatte Vizemeister Quakenbrück in Göttingen. Beim ungefährdeten Auswärtserfolg lobte Dragons-Coach Chris Fleming vor allem die Aggressivität seines Teams: "Ich glaube, wir haben unsere beste Verteidigungsleistung seit November gezeigt."

Bonns Coach Michael Koch ging trotz des Sieges kritisch mit der Leistung seines Teams um. "Die Weihnachtspause hat meiner Mannschaft nicht gut getan, wir haben offensiv den Rhythmus verloren", sagte der frühere Nationalspieler. Das gleiche Problem beklagte Trainer Sasa Obradovic nach dem 71:65 (35:35) seiner Köln 99ers gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig.

"Ihre Verteidigung bereitete uns einige Probleme. Dennoch kann ich mich über den Sieg nicht groß beschweren", sagte der Serbe. Mit seinem sechsten BBL-Erfolg in Serie zog der Pokalsieger, für den Immanuel Mcelroy mit 18 Punkten bester Werfer war, in der Tabelle mit den Gästen gleich (beide 18:12).

© SID

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