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09.01.2010

22:43 Uhr

Basketball Bundesliga

Alba setzt sich wieder an die Spitze

In der BBL hat Alba Berlin durch ein 68:59 bei TBB Trier die Tabellenspitze zurückerobert. Bamberg erlitt mit der 71:73-Pleite gegen Tübingen einen Rückschlag im Titelrennen.

Hat sein Team erneut gut eingestellt: Albas Coach Luka Pavicevic. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Hat sein Team erneut gut eingestellt: Albas Coach Luka Pavicevic. Foto: Bongarts/Getty Images

In Europa durchgestartet, in Deutschland auf der Überholspur: Der Motor des achtmaligen deutschen Basketball-Meisters Alba Berlin kommt so langsam auf Touren. Vier Tage nach dem vorzeitigen Einzug in die Top-16-Runde des Europacups überzeugte der Titelfavorit auch in der Bundesliga und übernahm zumindest vorübergehend die Tabellenspitze.

"Wir hatten eine schwierige Woche, in der wir ständig unterwegs waren. Umso mehr muss ich die Leistung meines Teams loben", sagte Alba-Coach Luka Pavicevic nach dem 68:59-Erfolg beim TBB Trier und zollte seinen Spielern für ihre Einstellung Respekt: "Wir waren auf einen Kampf bis zur letzten Sekunde eingestellt. Die sehr gute Defensive und die mental starke Leistung in der Schlussphase haben den Unterschied ausgemacht."

Jenkins der Dreh- und Angelpunkt

In der Tat bot Trier dem Hauptstadt-Klub lange die Stirn, doch am Ende machte sich der Qualitätsunterschied in den Kadern bemerkbar. Der überragende Spieler auf dem Parkett war wieder einmal Julius Jenkins, der nicht nur 17 Punkte erzielte, sondern auch Dreh- und Angelpunkt nahezu aller Angriffe der Gäste war. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte Jenkins im Anschluss.

Der Weg soll Alba möglichst zu nationalen und internationalen Titeln führen. Nach dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale des Europacups träumen die Berliner bereits vom Double. "Wir haben die Kraft und die Qualität, den Weg bis zum Ende zu gehen", sagte Center Blagota Sekulic.

Für Trier war es bereits die sechste Niederlage in Folge. Seit der Klub Ende November Finanzprobleme öffentlich gemacht hat, geht es bergab. Allerdings wollte TBB-Trainer Yves Defraigne seinen Spielern dieses Mal keine großen Vorwürfe machen: "Ich hoffe die Zuschauer haben gesehen, dass meine Mannschaft nicht aufgesteckt und gekämpft hat." Am Ende hätten individuelle Fehler und der Ausfall von Top-Scorer Chris Copeland, der nach 13 Minuten bei einem Wurfversuch umknickte, den Ausschlag für Berlin gegeben.

Bamberg zieht den Kürzeren

Einen Rückschlag im Titelkampf mussten die Brose Baskets Bamberg hinnehmen, die mit 71:73 bei den Walter Tigers Tübingen verloren. "Wir haben uns selber ins Bein geschossen. Wir haben im Spiel oft genug geführt und es dann doch noch aus der Hand gegeben", sagte ein sichtlich enttäuschter Bamberg-Trainer Chris Fleming.

Die Phantoms Braunschweig steckten bereits die vierte Niederlage in Folge ein. Gegen die Eisbären Bremerhaven verloren die Niedersachsen deutlich mit 66:82. Louis Campbell war mit 24 Punkten erfolgreichster Werfer der Gäste, die den vierten Sieg in Folge feierten. Ebenfalls mit 24 Punkten führte Chris Burns ratiopharm Ulm zu einem 84:80 nach Verlängerung gegen den Mitteldeutschen BC.

© SID

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