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25.08.2011

09:31 Uhr

Basketball-Bundesliga

Die Bayern als Zugpferd einer ganzen Liga

Bayern München ist nicht nur das Zugpferd im Deutschen Fußball. Auch der Basketball-Club des deutschen Rekordmeisters sorgt wirtschaftlich für Schwung in der obersten Liga der Körbewerfer.

Auch die Basketball-Spieler des FC Bayern München sind seit dieser Saison erstklassig. dapd

Auch die Basketball-Spieler des FC Bayern München sind seit dieser Saison erstklassig.

KölnAusverkaufte Hallen, Live-Übertragungen und ein Weltstar zum Anfassen: Deutschlands Basketball-Nationalmannschaft surft auf einer Erfolgswelle. Nach dem Sieg über Vizeweltmeister Türkei beim Supercup vergangenes Wochenende gilt das Team um Dirk Nowitzki als einer der Favoriten für die nächste Woche beginnende Europameisterschaft in Litauen. Auch der Hauptsponsor ließ sich diese Chance nicht entgehen: Die ING Diba hat den Vertrag mit dem Deutschen Basketball-Bund (DBB) bis 2015 verlängert. Superstar Dirk Nowitzki wird vier weitere Jahre für die Direktbank werben.

Steht der deutsche Basketball vor dem großen Sprung? Die Verantwortlichen geben sich zurückhaltend. DBB-Sprecher Christoph Büker verweist darauf, dass schon die Stagnation der Mitgliederzahlen ein Erfolg sei. Vergangenes Jahr spielten rund 190.000 Deutsche in einem Verein Basketball – der niedrigste Stand seit 1995. „Ob sich wieder mehr Jugendliche anmelden, hängt auch mit den Erfolgen der Herrennationalmannschaft zusammen“, sagt Büker. „Einen Hype werden wir aber nicht erleben.“

Bayern München als Glücksfall

Wirtschaftlich zumindest stehen die Zeichen auf Aufschwung. Über gute Aussichten kann sich die erste Liga freuen: Dem Deutschen Sportmarketing-Index zufolge erwartet ein Drittel der befragten Manager ein Umsatzwachstum beim Kartenverkauf, 28 Prozent gehen von Zuwächsen beim Merchandising aus. Der Grund ist weniger die Popularität von Dirk Nowitzki. Vielmehr verschafft der Aufstieg von Bayern München – der Basketballabteilung des Fußballrekordmeisters – der Liga neue Aufmerksamkeit.

Dirk Mazurkiewicz, Professor für Sportökonomie an der Fachhochschule Koblenz, hält das Mitmischen der Bayern für einen Glücksfall: „Das Problem der kleinen Sportarten liegt darin, die Fußballinteressierten von sich zu überzeugen. Bei Bayern München finden die nun einen Anknüpfungspunkt.“ Der Basketball profitiere von einer starken Marke: „Bayern kann wirtschaftlich für langfristigere Impulse sorgen als der Erfolg von Nowitzki in den USA.“

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