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07.04.2006

11:08 Uhr

Basketball Bundesliga

Empfindliche Strafen für gedopte Basketballer

Michael Moten und Tamien Trend haben von der Anti-Doping-Kommission des deutschen Basketball Bundes empfindliche Strafen hinnehmen müssen. Die beiden Profis waren zuvor des Dopings überführt worden.

Die Anti-Doping-Kommission des Deutschen Basketball Bundes (DBB) hat gegen die Spieler Michael Moten und Tamien Trent empfindliche Strafen ausgesprochen. Die ehemaligen Akteure von Bundesligist Walter Tigers Tübingen sind wegen der nachgewiesenen Einnahme der Substanz Tetrahydrocannabinol rückwirkend ab dem 15. März für neun Monate für alle Wettbewerbe der Basketball-Bundesliga (BBL) gesperrt worden.

Da Moten und Trent am 15. März vom Tübinger Management fristlos gekündigt worden war, verzichtet der Klub darauf, gegen diese Entscheidung Rechtsmittel einzulegen. Moten und Trent hatten unmittelbar nach Bekanntwerden der positiven A-Probe zugegeben, gegen die Nada-Bestimmungen verstoßen zu haben.

"Die Spieler müssen begreifen, dass sie mit ihrem Fehlverhalten Schaden anrichten", sagte Wolfgang Hilgert, Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission. Zudem habe der Nada-Code, der erstmalig voll umfänglich zum Einsatz gekommen war, weniger Spielraum zugelassen. "Es war an der Zeit, ein Zeichen zu setzen", so Hilgert.

Pommer begrüßt hartes Urteil

BBL-Geschäftsführer Jan Pommer begrüßte das Urteil: "Ich hoffe, dass die Entscheidung eine abschreckende Wirkung hat und sich die Sportler ihrer Verantwortung gegenüber ihren Arbeitgebern, der Liga, aber auch gegenüber den vielen Jugendlichen, die ihren Vorbildern nacheifern wollen, bewusst werden."

Am 3. Mai wird von der Anti-Doping-Kommission der "Fall Chris Anrin" behandelt. Beim Spieler der Giessen 46ers wurde am 11. Februar dieses Jahres in der Partie gegen Tübingen, in der auch Moten und Trent positiv getestet wurden, die verbotene Substanz Carboxy-Finasterid nachgewiesen. Anrin hatte daraufhin angegeben, dass er ein Haarwuchsmittel verwendet habe, in dem diese Substanz enthalten sei, und auf die Öffnung der B-Probe verzichtet.

© SID

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