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02.02.2008

20:51 Uhr

Basketball Bundesliga

Köln besiegt Ludwigsburg, Trier schlägt Tübingen

Pokalsieger Köln 99ers hat in der Bundesliga einen 99:77-Sieg gegen ENBW Ludwigsburg eingefahren. TBB Trier bezwang unterdessen im Kellerduell die Walter Tigers Tübingen 96:74.

Der Sieg und das drohende Aus der insolventen Köln 99ers in der Basketball-Bundesliga waren plötzlich nur noch Nebensache. Der Tod einer Zuschauerin beim 99:77 (50:46) des Pokalsiegers gegen ENBW Ludwigsburg überschattete den gesamten 19. Spieltag und damit auch den Sieg der Artland Dragons im Spitzenspiel bei Alba Berlin. Die Quakenbrücker setzten sich am Sonntag in der Hauptstadt durch das aggressivere Spiel und die größere Sicherheit im Abschluss verdient 76:68 (46:39) durch und stürzten die Albatrosse, die zahlreiche leichte Fehler machten, damit auch von der Tabellenspitze. Bester Dragons-Schütze war dabei Terrence Thomas mit 16 Punkten.

In Köln war am Samstag die Mutter einer Cheerleaderin unmittelbar vor Spielbeginn zusammengebrochen und wenig später im Energydome gestorben. Tiefe Betroffenheit herrschte unter den 2 100 Zuschauern, als der ehemalige Kölner Geschäftsführer Walter Pütz aufs Spielfeld trat, über das Hallenmikrophon die schlimme Nachricht verkündete und die Fans bat, von überschwänglichem Jubel abzusehen.

Bamberg besiegt Oldenburg

"Das Spiel ist da nur Nebensache", sagte Coach Sasa Obradovic nach dem "besten Saisonspiel" seiner Mannschaft. Vor den Augen des Insolvenzverwalters, der Anfang der Woche auf die Bereitstellung von 150 000 Euro hofft, um den Spielbetrieb fortsetzen zu können, legte Toby Bailey mit 23 Punkten den Grundstein zum elften Saisonsieg. "Wir haben mit 100 Prozent Energie und 120 Prozent Einsatz gespielt", stellte Obradovic fest.

Den kurzfristig eroberten fünften Platz (22:14) mussten die Kölner am Sonntag wieder an die Brose Baskets Bamberg (22:10) abgeben. Der Meister setzte sich bei den EWE Baskets Oldenburg (20:16) dank seiner Routine und der 20 Punkte von Ademola Okulaja 71:67 (32:31) durch. Dagegen verpassten die Telekom Baskets Bonn (24:12) durch die 66:71 (29:35)-Niederlage bei den Eisbären Bremerhaven die Chance, die Bayer Giants Leverkusen (26:10) von Platz drei zu verdrängen.

Wichtiger Sieg für Göttingen

Im Tabellenmittelfeld entwickelt sich ein heißer Kampf um die Play-off-Teilnahme. Einen wichtigen Sieg feierten die Phantoms Braunschweig (20:16) mit dem 90:86 (41:42) beim unmittelbaren Konkurrenten ratiopharm Ulm (18:16). "Entscheidend waren die letzten 15 Minuten. Wir haben außerdem viel Energie Richtung Schiedsrichter und weniger für den Gegner verbraucht", resümierte Braunschweigs Coach Emir Mutapcic. Seine Mannschaft demonstrierte Geschlossenheit, allein sechs seiner Akteure punkteten zweistellig.

In den Abstiegsregionen hat Aufsteiger BG Göttingen (14:22) einen wichtigen Heimsieg gegen die ebenfalls gefährdeten LTi Giessen 46ers gelandet. Beim 91:75 (50:39) waren Willie Jenkins (23 Punkte) und Jeb Ivey (21 Punkte) die herausragenden Akteure der Niedersachsen.

Jena-Coach Harmsen zeigt sich selbstkritisch

Göttingen belegt Rang 14 vor den Walter Tigers Tübingen (10:26), die beim Tabellenvorletzten TBB Trier (8:28) mit 74:96 (27:43) deutlich verloren. Die Gastgeber beendeten mit dem vierten Saisonsieg eine Negativserie von zuletzt fünf Niederlagen in Folge.

Nur noch wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt bleibt für das Schlusslicht Science City Jena nach der 71:90 (29:44)-Heimniederlage gegen die Skyliners Frankfurt. "Vom Spiel war ich sehr enttäuscht. Als Trainer bin ich dafür verantwortlich, wenn die Spieler nicht die gleiche Anstrengung auf das Feld bringen wie Frankfurt", meinte Coach Björn Harmsen, der mit 25 Jahren jüngste Trainer der Bundesliga-Geschichte, selbstkritisch.

© SID

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