Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.01.2011

13:46 Uhr

Basketball Bundesliga

Nach Pavicevic-Rauswurf: Ruf nach Pesic wird laut

Bei Bundesligist Alba Berlin hat nach dem Rauswurf von Luka Pavicevic die Suche nach einem neuen Trainer begonnen. Viele Fans wünschen sich Trainer-Ikone Svetislav Pesic zurück.

Der Nachfolger von Luka Pavicevic wird gesucht. Foto: SID Images/pixathlon SID

Der Nachfolger von Luka Pavicevic wird gesucht. Foto: SID Images/pixathlon

Für die Fans ist die Sache klar. Trainer-Ikone Svetislav Pesic soll die kriselnden "Albatrosse" in der Basketball-Bundesliga wieder zu neuen Höhenflügen führen. Nach dem Rauswurf von Luka Pavicevic ist der Ruf nach dem einstigen Meistermacher bei Alba Berlin nicht zu überhören.

Geschäftsführer Marco Baldi dämpft die Hoffnungen der Fans allerdings sofort und gibt der Rückkehr des gefragten Serben keine große Chance. "Wir reden nur über Nachfolge-Kandidaten, die uns sofort weiterhelfen. Svetislav Pesic steht derzeit unter Vertrag", sagte Baldi dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Pesic, der die "Albatrosse" von 1997 bis 2000 viermal in Folge zur deutschen Meisterschaft führte, ist noch bis Saisonende an den spanischen Erstligisten Valencia Basket gebunden. Der 61-Jährige genießt in Deutschland nach wie vor einen exzellenten Ruf. 1993 führte er die Nationalmannschaft überraschend zum EM-Titel. Mit dem FC Barcelona schaffte er das Triple aus Euroleague, Meisterschaft und Pokal.



Baldi: "Brauchen schnelle Lösung"

"Wir arbeiten mit Hochdruck an der Suche nach einem neuen Coach und brauchen eine schnelle Lösung", sagte Baldi, der im Laufe der nächsten Woche einen neuen Mann präsentieren will: "Am Donnerstag spielen wir gegen Panellinios Athen. Bis dahin sollte eine Entscheidung gefallen sein." Ein heißer Kandidat ist offenbar der Italiener Matteo Boniciolli, der zuletzt bei Virtus Rom arbeitete.

Am Freitagabend hatte Alba die Trennung vom zuletzt glücklosen Pavicevic bekannt gegeben. "Dieser Schritt ist mir sehr schwer gefallen. Luka war ein exzellenter Trainer, dessen spieltaktische Ideen auch von anderen Trainern übernommen wurden. Außerdem war er als Mensch ein Klasse-Typ", sagte Baldi und fügte an: "Wenn man so will, ist eine Ära zu Ende gegangen."

Der 42 Jahre alte Pavicevic hatte 2007 sein Amt in Berlin angetreten und mit dem einstigen Seriensieger einmal die deutsche Meisterschaft und den Pokal gewonnen. Allerdings konnte er den Klub nicht nachhaltig in der nationalen Spitze etablieren. Zuletzt gab es immer wieder Rückschläge, der Kader wurde oftmals erneuert. Nachdem die Berliner dann am vergangenen Dienstag im Europacup bei Benetton Treviso verloren, zog der Klub die Reißleine.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×