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10.06.2011

06:10 Uhr

Basketball-Finale gegen Miami Heat

Nowitzkis Mavericks stehen kurz vor dem NBA-Titel

Für Dirk Nowitzki ist der Traum zum greifen nah: Nach dem Erfolg im fünften Finalspiel gegen die Miami Heat fehlt dem deutschen Superstar und den Dallas Mavericks nur noch ein Sieg zum ersehnten Triumph. Doch Nowitzki dämpft die Euphorie.

Für Nowitzki ist der Titel zum Greifen nahe

Video: Für Nowitzki ist der Titel zum Greifen nahe

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DallasDirk Nowitzki riss an der Mittellinie beide Arme hoch, die 20.433 frenetischen Fans im American Airlines-Center von Dallas sprangen beim Spielende auf: Der deutsche Basketballstar ist mit seinen Mavericks dem langersehnten NBA-Titel so nah wie nie zuvor. Am Donnerstagabend (Ortszeit) feierten die Texaner im fünften Finalspiel einen 112:103-Heimerfolg und brauchen nur noch einen Sieg zum Gewinn der Nordamerika-Meisterschaft. Somit fährt Dallas mit Matchball zur sechsten Partie am Sonntag nach Miami.

„Wir wollten natürlich nicht mit einem 2:3-Rückstand nach Miami, deshalb war es ein wichtiger Sieg, vor allem für unsere Fans im letzten Heimspiel der Saison. Sie haben uns das ganze Jahr über immer nach vorne gepusht“, meinte Nowitzki und gab sich dabei beeindruckend unbeeindruckt. Während die Fans mit „Beat the heat“ (Besiegt die Heat)-Sprechchören die Arena verließen, dämpfte Nowitzki in den Katakomben die Euphorie. „Gefeiert wird, wenn wir den vierten Sieg holen, ansonsten war alles umsonst“, betonte der Mavericks-Kapitän.

Diesen vierten Erfolg kann Dallas am Sonntagabend (Ortszeit) in Miami einfahren. Sollte das Starensemble aus Florida gewinnen, käme es am Dienstag ebenfalls in Miami zu einem alles entscheidenden siebten Spiel. „Uns ist allen klar, worum es geht. Wir werden alles tun, um am Sonntag zu gewinnen. Wir sind selbstbewusst“, meinte Miamis Regisseur Dwyane Wade. LeBron James versprühte ebenfalls Optimismus: „Wir haben die ganze Saison über hart für diesen Heimvorteil gearbeitet, jetzt müssen wir ihn auch nutzen.“ Doch Nowitzki und Co. kommen mit breiter Brust. „Klar wollen wir das Momentum, das wir jetzt haben, nicht wieder hergeben“, meinte Nowitzki. Man werde spielen, als wenn es kein Morgen gebe, ergänzte Jason Terry. Nachdem sich Nowitzki beim 86:83-Sieg am Dienstag noch mit 39 Grad Fieber gequält hatte, war dem Würzburger diesmal von der Erkältung nichts mehr anzumerken. Bereits zur 60:57-Halbzeitführung hatte er 16 Punkte erzielt, insgesamt gelangen ihm 29 Zähler.

Anschließend ging Dallas zwar erstmals in der Finalserie mit einer Führung (84:79) ins Schlussviertel, doch 4:37 Minuten vor dem Ende lagen die Gäste mit 99:95 vorn. „Wir waren nicht in der Lage, diese Führung über die Zeit zu retten“, ärgerte sich Wade. Dallas drehte unter dem ohrenbetäubenden Lärm der Fans mit einem 17:4-Schluss-Spurt zum dritten Mal in den Endspielen noch ein Match. Vor allem Terry (21 Punkte) spielte in dieser Phase endlich groß auf und erzielte in den letzten dreieinhalb Minuten acht Zähler. James blieb indes erneut blass. Trotz eines Triple-Doubles mit 17 Punkten, zehn Rebounds und zehn Assists vergab er zum Ende hin wichtige Würfe. Bester Miami-Spieler war erneut Wade, der auf 23 Zähler kam. Der 29-jährige Superstar hatte sich im ersten Viertel an der Hüfte verletzt und musste über weite Strecken des Spiels in der Kabine behandelt werden. LeBron James gelang zwar ein Triple-Double, trotzdem tauchte er in der Endphase unter und konnte die Niederlage nicht verhindern.

Aus dem Jahr 2011: Fünf Fragen zu „Dirkules“ Nowitzki

Wie stehen Nowitzkis Chancen auf den Titel?

Bei den Buchmachern ist Miami Heat Favorit im Rennen um die Meisterschaft. Quote: 1,73 zu eins. Dahinter folgen Nowitzkis Dallas Mavericks mit 2,7 zu eins - allerdings vor dem entscheidenden vierten Sieg. Aktuelle Quoten lassen noch auf sich warten.

Was macht ihn für die Mavericks so wertvoll?

Vor allem seine Trefferquote: Mit durchschnittlich 28,6 Punkten pro Spiel liegt er in der Liga an zweiter Stelle der besten Werfer - zumindest in den Playoffs. In der regulären Saison erreichte Nowitzki einen Schnitt von 23 Zählern pro Partie.

Sein größter Erfolg?

Der Einzug ins NBA-Finale 2006, in dem Miami Heat mit 4:2 Siegen die Oberhand behielt. Persönlich wurde er im Jahr 2007 zum wertvollsten Spieler ("MVP") der Liga gewählt.

Welche Rolle spielt Nowitzki im deutschen Basketball?

Nowitzki ist mit durchschnittlich 21 Punkten der beste deutsche Werfer aller Zeiten. In der Nationalmannschaft tritt er allerdings unregelmäßig an, weil die Dallas Mavericks aus Angst vor Verletzungsgefahr nicht immer freigeben. Ist er dabei, feiert das Team allerdings Erfolge. Größter Triumph war der Vize-Europameistertitel im Jahr 2005.

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Von

dpa

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