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14.01.2011

10:01 Uhr

Basketball NBA

Miami geht ohne James in Denver unter

Ohne Lebron James ist die Millionentruppe der Miami Heat offenbar nur die Hälfte wert. Auch die Dallas Mavericks müssen den Ausfall von Dirk Nowitzki teuer bezahlen.

Lebron James musste verletzt zuschauen. Foto: SID Images/pixathlon SID

Lebron James musste verletzt zuschauen. Foto: SID Images/pixathlon

Dwyane Wade behielt einen kühlen Kopf - auch kurz nach der zweiten denkwürdigen Schlappe der Miami Heat innerhalb von 24 Stunden. "Das ist kein Grund, in Panik zu verfallen. Das gehört zu einer NBA-Saison", sagte Wade, nachdem für den Titelaspiranten ohne den verletzten Lebron James beim 102:130 bei den Denver Nuggets nichts zu holen war. James hatte sich bei der 105:111-Niederlage tags zuvor bei den Los Angeles Clippers eine Knöchelverletzung zugezogen.

Bereits bei der ersten Niederlage in Los Angeles nach zuvor neun Siegen in Folge hatte James seine Bedeutung für das Spiel der Heat angedeutet. Der 26-Jährige humpelte nach einem Korblegerversuch im letzten Viertel während des laufenden Spiels kurzzeitig vom Feld, um nur wenig später einen Dreier eiskalt zu versenken. Mit einem angeschlagenen James konnten Miamis Multimillionäre beim notorischen Underdog die Partie jedoch nicht mehr drehen.

Ohne James fehlr Miami der Rhythmus In Denver war die Heat von Beginn an ohne Chance. "Er hat sich zwar schon etwas besser gefühlt, aber wir wollten sicher gehen, dass er wirklich bei 100 Prozent ist", sagte Heat-Coach Erik Spoelstra, der zum ersten Mal in dieser Saison auf seinen Teamleader James verzichten musste. Das Fehlen des Small Forward machte sich ohne Zweifel bemerkbar. Ohne James fehlen Miami der Rhythmus, das Besondere, die Ideen. Und schlicht und einfach der beste Werfer.

Der Dreh- und Angelpunkt des Heat-Spiels kommt immerhin auf einen Schnitt von 25,4 Punkten, dem verbliebenen Duo der "Big Three" fiel ohne seinen Ideengeber auch nicht viel ein. Chris Boshs 24 Punkte reichten nicht, Wade kam auf lediglich 16 Zähler. Kleiner Trost: Ob die Heat mit James gewonnen hätte, ist fraglich, denn schließlich wartet Miami seit geschlagenen neun Jahren auf einen Erfolg in Denver. Allerdings hofft Coach Spoelstra auf eine Rückkehr von Lebron James im nächsten Spiel bei den Chicago Bulls.

Ausgerechnet der Mann des Abends brachte die Bedeutung des fehlenden Superstars schließlich auf den Punkt. "Jetzt wird sich jeder das Ergebnis anschauen und sagen: Lebron hat ja nicht gespielt", sagte Denvers J.R. Smith, der sein Team mit 28 Punkten zu dem eindrucksvollen Erfolg führte. Auch Wade versuchte, die emotionslose Vorstellung der Heat mit dem Fehlen eines einzigen Spielers zu erklären: "Wir mussten uns darauf einstellen, dass wir ohne ihn spielen, und hatten nicht viel Zeit dafür. Falls er weiter ausfällt, haben wir zumindest mehr Erfahrung, wie es ohne ihn geht."

Diese Erfahrung haben die Dallas Mavericks zwangsläufig schon hinter sich. Die Texaner kriegen seit dem Ausfall ihres deutschen Superstars Dirk Nowitzki kein Bein mehr auf den Boden. Sechs Niederlagen in acht Spielen ohne den am Knie verletzten Würzburger - mit "Big D" in der Starting Five verloren die "Mavs" in 29 Spielen zuvor ganze fünfmal. Ein eindrucksvoller Beweis, dass auch das Spiel der Texaner ohne Nowitzki nur die Hälfte wert ist.

© SID

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