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07.02.2006

16:20 Uhr

Beschwerde-Briefe halfen nichts

DSM ist „not amused“

Das Deutsche Haus ist traditionell Treffpunkt der deutschen Athleten bei Olympischen Spielen. Auch wenn es dieses Mal hoch in den bergen von Sestriere liegt, soll das so sein. Doch die Begegnungsstätte bekommt bei den Spielen von Turin private Konkurrenz - sehr zum Verdruss des DSM-Chefs, der auch eine Gefahr für die Athleten sieht.

HB SESTRIERE. 650 Gäste aus Sport, Politik, Medien und Wirtschaft werden täglich in dem von der Deutschen Sportmarketing (DSM) organisierten Haus in Sestriere erwartet. Doch in Turin laden das Sächsische Haus, die Casa Thüringen und der Champions Club des Olympiastützpunktes Berlin ebenfalls zum geselligen Treff mit Spitzenathleten ein. "Wir sind darüber nicht gerade amüsiert. Damit wird das Olympia-Team in seinen Grundfesten angegriffen", kritisierte DSM-Geschäftsführer Axel Achten.

Die DSM, Partner des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), sieht in den Konkurrenz-Angeboten auch eine Gefahr für die Athleten. "Wenn da einer vor einer Werbewand eines Unternehmens steht, das nicht zu den offiziellen Partnern des IOC gehört, kann er disqualifiziert werden. Das beschwört ein großes Bedrohungspotenzial herauf", warnte Achten. Der DSM-Geschäftsführer hat daher an die Ministerpräsidenten von Sachsen und Thüringen als Betreiber der Häuser in Turin Beschwerde-Briefe geschrieben.

Geholfen hat dies nichts. Im Gegenteil. So wirbt die erfolgreichste deutsche Olympionikin Claudia Pechstein offen für einen Besuch im Champions Club, der in einem Ruderclub in Turin logiert. Hans Overhage, Geschäftsführer des mitveranstaltenden Reiseunternehmens Vietentours, gibt zu: "Wir sehen das Angebot als exklusive Plattform für die Sponsoren, die kein Partner des NOK sind."

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