Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2008

18:52 Uhr

Biathlon National

Neuner empört über Doping-Vorwürfe

Biathletin Magdalena Neuner hält die Dopingvorwürfe der ARD gegen deutsche Wintersportler für "unverschämt und traurig". Für die WM macht sich die 20-Jährige indes keinen Druck.

Knapp zwei Wochen vor den Weltmeisterschaften in Östersund/Schweden (8. bis 17. Februar) hat die dreifache Biathlon-Weltmeisterin Magdalena Neuner die unbestätigten Dopingvorwürfe der ARD gegen deutsche Wintersportler scharf kritisiert. "Das war unverschämt und traurig. Der ganzen Mannschaft hat das sehr weh getan", sagte sie in einem Interview mit dem Mannheimer Morgen.

Grundsätzlich ärgert sich die 20-Jährige aus Wallgau, die am Wochenende bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Ruhpolding ihre Titel Nummer sechs und sieben gewann, dass fast hinter jeder sportlichen Topleistung Doping vermutet würde. "Sollte bei mir so etwas vermutet werden, müsste ich mir schon die Frage stellen: Warum ordne ich alles dem Sport unter, wenn der Lohn dafür ein Fragezeichen hinter meiner Leistung ist", sagte Deutschlands Sportlerin des Jahres.

Positive Doping-Tests schaden Biathlon

Nach der positiven A-Probe bei der Finnin Kaisa Varis sorgt sich Neuner generell um das Image ihrer Sportart. "Allein durch die Nachricht werden alle Athleten in die Geschichte reingezogen", meinte sie.

Die Titelkämpfe in Östersund gehe sie ohne großen Druck an. "Natürlich habe ich mir eine Medaille vorgenommen. Aber bei einer WM muss man auf den Punkt genau topfit sein - das ist gar nicht so einfach", sagte Neuner, die zuletzt im Weltcup mehrfach läuferisch klasse, aber dafür beim Schießen nicht ganz so treffsicher war.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×