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13.01.2007

15:20 Uhr

Biathlon Weltcup

Björndalen einmal mehr nicht zu schlagen

Ole Einar Björndalen hat der Konkurrenz beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding einmal mehr die Grenzen aufgezeigt und seinen nächsten Sieg eingefahren. Der Norweger gewann den Sprint vor Halvard Hanevold.

Ole Einar Björndalen bleibt im Biathlon das Maß der Dinge. Der Norweger hat das Sprintrennen des Weltcups in Ruhpolding über zehn Kilometer für sich entschieden und seinen insgesamt 70. Weltcupsieg eingefahren. Björndalen setzte sich vor seinen Landsleuten Halvard Hanevold (37,2 Sekunden zurück) und Emil Hegle Svendsen (41,7 Sekunden) durch und feierte seinen insgesamt 27. Sieg in einem Sprint-Weltcup.

Dreifach-Olympiasieger Michael Greis war nach überstandener Erkältung noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte, belegte nach zwei Schießfehlern nur Platz 30. Der 30-Jährige aus Nesselwang musste sein Gelbes Trikot des Führenden der Gesamtwertung an den nunmehr sechsmaligen Saisonsieger Björndalen abgeben.

Greis trotzdem zufrieden

"Ich war saufroh, dass ich überhaupt laufen konnte. Die Mediziner hatten mit mir wirklich viel zu tun", sagte Greis, der sich in den letzten Tagen zunächst mit Fieber und danach mit Magen-Darm-Problemen quälte. "So gesehen war der Wiedereinstieg ganz okay." Der Turin-Held nutzte das Rennen zum Formaufbau und wurde von seinem Trainer in Schutz genommen. "Mehr war vom Michi nicht zu erwarten", sagte Frank Ullrich. Der Bundestrainer sparte insgesamt aber nicht mit Kritik: "Unseren guten Schützen fehlte heute etwas die Geschwindigkeit auf der Strecke. Und die, die läuferisch mithalten konnten, haben zu schlecht geschossen. Wir müssen weiter fleißig üben."

Die "guten Schützen" waren diesmal Andreas Birnbacher und Lokalmatador Ricco Groß, die beide fehlerfrei blieben. "Die Null wollte ich unbedingt bringen. Das Ziel habe ich erreicht", sagte Ricco Groß, der läuferisch noch immer Rückstand zu den Besten aufweist und 15. wurde. Birnbacher meinte: "Ich war ein bisschen kaputt, keine Ahnung warum. Aber es gibt solche und solche Tage. Mit dem Schießen jedenfalls bin ich super zufrieden." Als bester Deutscher kam Birnbacher auf Rang zehn.

Fischer abgeschlagen

Das konnte Sven Fischer von sich nicht sagen, denn der Sprint-Olympiasieger verfehlte gleich drei seiner zehn Schießziele und wurde auf Platz 43 durchgereicht. Für den Oberhofer nach tagelanger Trainingspause wegen einer Rippenprellung kein Problem. "Ich bin froh, dass ich durchgekommen bin. Beim Schießen war ich wohl einen Tick zu frech. Da fehlte mir nach der Pause noch der richtige Rhythmus. Aber das wird schon wieder", erklärte der 35-Jährige.

Im Gegensatz zu den böse geschlagenen deutschen Mitfavoriten herrschte im Lager der Norweger nach dem ersten Dreifach-Sieg der Saison großer Jubel. Björndalen reckte im Ziel sogar die Siegerfaust nach oben. Derlei Gefühlsausbrüche sind dem coolen Perfektionisten ansonsten fremd. "Ich habe in Oberhof nicht optimal gearbeitet. Heute war es wieder ein perfektes Rennen. Darüber habe ich mich sehr gefreut." Das der 32-Jährige mittlerweile 69 Weltcup-Siege als Biathlet und einen als Langläufer auf dem Konto hat, "beschäftigt mich nicht besonders. Wichtiger ist, optimale Wettkämpfe abzuliefern."

© SID

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