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11.01.2007

14:52 Uhr

Biathlon Weltcup

Björndalen sichert Norwegens Staffel den Sieg

Ole Einar Björndalen hat der norwegischen Staffel beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding als Schlussläufer den Sieg gesichert. Über die 4x7,5-km-Strecke landete das deutsche Quartett hinter Russland auf dem dritten Platz.

Norwegens Männer haben beim Weltcup in Ruhpolding dank Schlussläufer Ole Einar Björndalen den zweiten Staffelsieg der Saison gefeiert. Björndalen fing über die 4x7,5km nach dem letzten Schießen den Russen Nikolai Kruglow noch ab. Hinter Russland (4,6 Sekunden zurück) landete das deutsche Quartett vor 16 000 Zuschauern mit Startläufer Ricco Groß, Michael Rösch, Andreas Birnbacher und Alexander Wolf mit 37,7 Sekunden Rückstand auf die Norweger als Dritter auf dem Podest.

DSV-Quartett ohne Greis und Fischer

Der Dreifach-Olympiasieger von Turin, Michael Greis, fehlte wegen einer leichten Erkältung ebenso im Quartett des Deutschen Skiverbandes wie der Oberhofer Sven Fischer. Der Sprint-Olympiasieger war in Oberhof gestürzt und musste wegen der dort erlittenen Rippenprellung pausieren.

"Das war schon ganz schön knapp. Die Russen und Norweger sind zu knacken, mit Greis und Fischer haben wir bei der WM unsere Chance", kommentierte Bundestrainer Frank Ullrich den kämpferisch starken Auftritt seiner erstmals in dieser Besetzung aufgestellten Truppe. "Trotzdem haben es die Jungs toll gemacht. Ich bin mit Platz drei sehr zufrieden", meinte Ullrich.

Auf der Schlussrunde sah es sogar kurzzeitig nach einer Überraschung aus, als Alexander Wolf den Russen Kruglow überlief und die Spitze übernahm. Die büßte der lange Oberhofer aber durch zwei Fehler beim Liegendschießen schnell ein, er war als schwerer Läufer im knöcheltiefen Schneematsch zusätzlich benachteiligt. "Das sind natürlich nicht meine Bedingungen, aber ich habe mein Bestes gegeben. Ist doch eine Ehre, eine deutsche Staffel ins Ziel laufen zu dürfen", meinte Wolf.

Letzter Auftritt für Groß

Besonders war das Rennen vor allem für den zuletzt in Oberhof nicht eingesetzten Ricco Groß, der nach 17 Jahren in der Weltelite nach diesem Winter seinen Dienst an der Biathlon-Waffe quittiert. "So nervös war ich lange nicht. Ist schon ein besonderes Gefühl, wenn man zum letzten Mal in Ruhpolding eine Staffel bestreitet", gab Groß zu Protokoll. Beim Liegendschießen musste der eigentlich beste deutsche Schütze zweimal nachladen und verlor auch auf der vom Tauwetter knöcheltief aufgeweichten Strecke einige Sekunden. "Naja, einmal zu viel nachgeladen, aber insgesamt doch zufrieden", meinte der Altmeister.

Wie Groß dürfte auch Michael Rösch seinen Staffelplatz bei der WM in der Tasche haben. Der Altenberger schoss wie bereits zuvor in Oberhof makellos und machte so leichte läuferische Nachteile mehr als wett: "Am Schießstand lief es optimal. Aber die Strecke war schon hammerhart. Da taten am Ende ganz schön die Schienbeine weh."

Groß und Rösch hielten das deutsche Außenseiter-Quartett auf Platz drei und damit auf Kurs Richtung Siegerpodest. Das schaffte auch der in Oberhof noch als Schlussläufer überzeugende Andreas Birnbacher. "Gute Runde von mir. Nur beim Stehendschießen hat der linke Fuß angefangen zu zittern. Da musste ich noch mal neu zielen", sagte Birnbacher, der sich auch noch Chancen auf einen WM-Staffelplatz ausrechnet.

© SID

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