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07.01.2006

11:59 Uhr

Biathlon Weltcup

Defrasne feiert ersten Sieg, Wolf weiter in Gelb

Biathlet Alexander Wolf hat als Zweiter beim Weltcup in Oberhof seine Führung in der Gesamtwertung ausgebaut. Den Sieg im 10km-Sprint sicherte sich erstmals in seiner Weltcup-Karriere der Franzose Vincent Defrasne.

Grenzenloser Jubel bei Vincent Defrasne: Der Franzose hat mit dem ersten Weltcup-Triumph seiner Karriere die Siegesserie der auch in Oberhof starken deutschen Biathleten beendet, dennoch baute Lokalmatador Alexander Wolf als Zweiter des 10km-Sprints seine Führung im Gesamtweltcup aus.

Greis auf Platz vier

Vor 21 000 begeisterten Fans am Thüringer Rennsteig verwies Defrasne bei der Neuansetzung des am Vortag wegen zu starken Nebels ausgefallenen Rennens in 27:03,7 Minuten aufgrund einer fehlerfreien Schießleistung Wolf mit 14,7 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurde der Russe Maxim Tschudow (22,5 Skunden zurück) vor Michael Greis vom SK Nesselwang (27,5).

Die exzellente Vorstellung der Auswahl des Deutschen Skiverbandes DSV, die zuletzt drei Rennen in Serie für sich entscheiden konnte, komplettierten der Altenberger Michael Rösch und Sven Fischer aus Oberhof auf den Rängen sechs bzw. zehn. Dagegen stürzte Ricco Groß und fiel weit zurück.

"Als ich die Jacke auszog, fing die Nervosität an"

"Das ist weit besser gelaufen, als ich gedacht hatte", kommentierte Alexander Wolf das erste Rennen seiner Laufbahn im Gelben Trikot. "Als ich die Jacke auszog, fing die Nervosität an. Vor heimischem Publikum so gut abzuschneiden, ist schon ein Highlight." Wolf baute durch seinen dritten Podestplatz in Serie die Führung im Gesamtweltcup aus und liegt mit 266 Punkten nun 41 Punkte vor seinem Oberhofer Vereinsgefährten Sven Fischer. Der Oberhofer führt im Gesamtweltcup nun mit 266 Punkten deutlich vor Sven Fischer (225).

Der überraschend konstante Youngster Michael Rösch verbesserte durch Rang sechs seine Chancen, bei den Olympischen Spielen in Turin an den Start gehen zu können: "Ich hatte ganz schön Bammel, war am Morgen noch beim Arzt, weil die Nase zu war. Aber dann ist es super gelaufen." Vom Nebel ließ sich der Altenberger nicht verunsichern: "Ich habe beim Liegendschießen nicht gesehen, ob ich getroffen habe, aber die Zuschauer haben nach jedem Schuss so geschrien, dass ich immer informiert war. Danke an das Publikum!"

Bundestrainer Ullrich hoch zufrieden

Hoch zufrieden äußerte sich auch Frank Ullrich: "Die Jungs haben ein enormes Selbstvertrauen. Jetzt kommt es darauf an, konsequent in Richtung Turin weiterzuarbeiten. Das werden wir tun. Wir haben die Bodenhaftung nicht verloren", meinte der Bundestrainer.

© SID

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