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06.01.2010

15:44 Uhr

Biathlon Weltcup

Deutsche Biathletinnen verpassen Staffelsieg knapp

Beim Heimweltcup in Oberhof haben die deutschen Biathletinnen den Sieg knapp verpasst. Schlussläuferin Andrea Henkel kam 0,3 Sekunden hinter der Russin Swetlana Slepzowa ins Ziel.

Einen Schritt zu spät: Schlussläuferin Andrea Henkel. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Einen Schritt zu spät: Schlussläuferin Andrea Henkel. Foto: Bongarts/Getty Images

Ein knapper Meter fehlte den deutschen Biathletinnen zum großen Glück. Trotz eines furiosen Endspurts von Andrea Henkel reichte es für die Gastgeber-Staffel zum Auftakt des Heim-Weltcups in Oberhof nicht zum Sieg. Am Ende lag Weltmeister Russland gerade mal drei Zehntelsekunden vor dem deutschen Team. "Es tut mir leid, aber Schlussspurt ist eben nicht meine Stärke. Ich habe alles gegeben", sagte die von rund 20 000 Zuschauern dennoch frenetisch gefeierte Henkel, die ihre russische Kontrahentin Swetlana Slepzowa nicht bezwingen konnte.

Henkel war zehn Sekunden hinter der wohl besten Läuferin des Skijäger-Feldes auf die Schlussrunde abgebogen, schob sich auf dem letzten Kilometer aber Meter um Meter heran und schien den zweiten Saisonsieg der Staffel des Deutschen Skiverbandes (DSV) auf der Zielgerade fast in der Tasche zu haben. Slepzowa warf sich mit letzter Kraft aber vor Henkel in das Ziel und sicherte damit zugleich 16 000 Euro Siegprämie für ihr Team.

"Ein Riesenergebnis für uns. Die Mannschaft hat vor großartiger Kulisse dem Druck standgehalten", sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang und wollte nach dem Auftritt von Martina Beck (Mittenwald), Simone Hauswald (Gosheim), Neuling Tina Bachmann (Schmiedeberg) und Henkel keine Enttäuschung aufkommen lassen. Dass er in Kati Wilhelm und Magdalena Neuner seine beiden Asse geschont hatte, fiel fast nicht ins Gewicht.

Bachmann patzt im Stehendschießen

Stamm-Startläuferin Martina Beck zeigte sich nach ihrer freiwilligen Wettkampf-Pause vor Weihnachten läuferisch bestens präpariert, patzte aber gleich dreimal beim Schießen und konnte so das Gastgeber-Team nicht wie erhofft in Führung bringen. "Das hatte ich mir besser vorgestellt. Dreimal daneben darf man in der Staffel einfach nicht schießen", sagte die 30-Jährige, die ihr Rennen aber immerhin als Zweite 26,8 Sekunden hinter Frankreich beendete.

Nachdem Vizeweltmeisterin Simone Hauswald aber ihre glänzende Laufform des Olympia-Winters auch auf heimischer Strecke unter Beweis gestellt hatte, durfte Tina Bachmann die zweite Hälfte des Rennens wie erhofft von der Spitze aus eröffnen. Der hoch gewachsenen (1,83m) Erzgebirglerin flatterten speziell beim Stehendschießen erheblich die Nerven.

Sie benötigte alle drei Nachladepatronen, während ihre Kontrahentin, die ausgebuffte zweimalige Olympiasiegerin Olga Medwedzewa, blitzschnell alle Scheiben abräumte und für Russland den vorentscheidenden Vorsprung erkämpfte. "Ich war wohl zu aufgeregt. Mir war schon lange nicht mehr so schlecht, wie heute vor dem Rennen. Aber am Ende bin ich froh, dass ich es noch ganz gut geschafft habe", sagte die 23-Jährige Vancouver-Kandidatin.

© SID

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