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10.01.2008

18:53 Uhr

Biathlon Weltcup

Deutschland in Ruhpolding erneut die dritte Kraft

Der deutschen Biathlon-Staffel mit Michael Roesch, Alexander Wolf, Carsten Pump und Michael Greis blieb beim Weltcup in Ruhpolding nur der dritte Platz. Über 4x7,5 Kilometer siegte das Quartett aus Norwegen vor Russland.

Als Dritter des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding haben die deutschen Staffel-Olympiasieger das erhoffte Erfolgserlebnis im letzten Rennen vor der WM verpasst. Schlussläufer Michael Greis sicherte zwar den deutschen Stammplatz auf dem Siegerpodest, mehr aber war für den von 16 000 Fans angefeuerten Gastgeber nicht drin. Norwegen siegte wie schon zuletzt in Oberhof souverän vor Russland.

"Schlecht war es nicht, aber für die WM hoffe ich natürlich, dass noch mehr geht. Wir sind kampfbereit und strengen uns an", meinte Michael Greis. Eine Woche nach seinem persönlichen Staffel-Debakel, als er in Oberhof zwei Strafrunden drehen musste, zeigte sich der Dreifach-Olympiasieger gut erholt und schoss nahezu fehlerlos. Seine drei Teamkollegen Michael Rösch, Alexander Wolf und Carsten Pump aber konnten mit den Top-Staffeln aus Norwegen und Russland nicht ganz mithalten.

Wolf: "Mein Selbstvertrauen ist da"

"Das war eines meiner besseren Rennen", kommentierte der mittlerweile zum Stamm-Startläufer aufgestiegene Michael Rösch seinen Auftritt im Flutlicht am Zirmberg. Der Altenberger ließ zwischen den beiden Schießeinlagen die führenden Norweger und Russen ziehen, um am Ende noch einen Schluss-Spurt hinlegen zu können. "Da war ich am Limit, dass hätte am Schießstand nur Halli-Galli gegeben, da hätte ich nix mehr getroffen", schilderte Rösch, der am Ende den Russen Iwan Tscheressow überraschend abhängte und hinter Norwegen als Zweiter wechselte.

Wie bereits vor Wochenfrist in Oberhof überzeugte auf Position zwei Alexander Wolf mit starker Leistung und dürfte damit seinen Platz in der WM-Staffel sicher haben. Wolf holte sieben Sekunden Rückstand zu Spitzenreiter Norwegen auf und meinte: "Mein Selbstvertrauen ist da. Ich fühle mich stark und konnte volles Risiko beim Schießen gehen."

Pump mit durchwachsener Vorstellung

Als Dritten schickte Bundestrainer Frank Ullrich überraschend den Altenberger Carsten Pump in das Rennen und damit zugleich zum Ärger der Einheimischen Lokalmatador Andreas Birnbacher auf die Ersatzbank. "Pump war in Oberhof besser als Birnbacher. Bei mir entscheidet die Leistung", begründete der Coach.

Pump musste auf seiner Runde dreimal nachladen, fiel auf Rang drei zurück und büßte nach dem verlorenen Zweikampf mit dem Russen Dmitri Jaroschenko auf den letzten Kilometern auch noch erheblich an Zeit ein. Insgesamt keine Empfehlung für einen WM-Einsatz. Mit einer runden Minute Rückstand zur Spitze musste Michael Greis deshalb vor allem den Angriff der am Ende viertplatzierten Schweden abwehren.

© SID

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