Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.01.2008

15:27 Uhr

Biathlon Weltcup

Greis triumphiert bei 10-km-Sprint in Antholz

Michael Greis hat den 10-km-Sprint der Biathleten beim Weltcup in Antholz gewonnen. Der 31-Jährige verwies Nikolai Kruglow aus Russland und den Norweger Ole-Einar Bjoerndalen auf die Plätze.

Weltmeister Michael Greis ist mit einem lupenreinen Sieg-Hattrick zum Topfavoriten der in drei Wochen beginnenden Biathlon-WM aufgestiegen. Nach seinen beiden Heimsiegen in Ruhpolding gewann der Weltmeister trotz eines Sturz-Malheurs auf der Strecke auch das Sprintrennen beim Weltcup in Antholz und rückte in der Gesamtwertung auf Platz drei vor.

"Ich fühle mich gut, ich schieße gut, alles ist perfekt", sagte Michael Greis und ballte gleich nach seinem Zieleinlauf die Faust. Der 31-Jährige aus Nesselwang verwies Nikolai Kruglow (Russland/3,4 Sekunden zurück) und Weltcup-Spitzenreiter Ole Einar Björndalen (Norwegen/6,4) knapp auf die nächsten Plätze. Alexander Wolf (Oberhof) patzte beim letzten seiner zehn Schüsse und fiel auf Platz zehn zurück. Daniel Graf (Frankenhain) und Andreas Birnbacher (Schleching) wurden 13. bzw. 14.

Schrecksekunde auf der Schlussrunde

Auf der Schlussrunde sorgte Greis für einen kurzen Schreck im deutschen Lager, als er auf einen kurzen Abfahrt mit einer Skispitze in den Tiefschnee geriet und zu Boden ging. "Ein kleiner Fehler von mir. Ich habe mich einmal gedreht und bin auf die Knie gegangen, aber zum Glück hat es ja trotzdem gereicht", schilderte Greis im Ziel aufgeräumt.

"Genial, wie der Michael das heute gelöst hat", lobte Bundestrainer Frank Ullrich seinen immer besser zum Zug kommenden Paradeläufer: "Ich hatte das Ziel ausgegeben, unbedingt ohne Fehler am Schießstand zu arbeiten. Faszinierend, wie er das umgesetzt hat. Und auf der Strecke hatte er die meisten Körner zuzusetzen." Im Gesamtweltcup liegt Greis jetzt mit 304 Punkten als Dritter noch deutliche 164 Zähler hinter Björndalen.

Wolf ärgert sich über Schießfehler

Nicht optimal lief das Rennen für Alexander Wolf, obwohl der lange Oberhofer erneut zweitbester deutscher Läufer war. "Der letzte Schuss war hoch weg. Da war ich wohl mit den Gedanken schon wieder auf der Strecke", ärgerte sich Wolf, der mit dem Fehlschuss am Ende einer fast abenteuerlich schnellen Schießserie den möglichen Platz auf dem Siegerpodest verpasste: "Aber mit einem Schießfehler kann ich trotzdem noch zufrieden sein. Ich war vorne dabei und habe eine gute Ausgangsposition für das nächste Rennen."

Im 1 600 Meter hoch gelegenen Antholzer Tal stehen am Samstag die Jagdrennen der Frauen über 10km (12.45 Uhr) und Männer über 12,5km (15.30 Uhr/jeweils live in der ARD und bei Eurosport) auf dem Programm. Die Sprintsieger Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) und Greis starten dann als Erste mit dem entsprechenden Zeitvorsprung.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×