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12.01.2008

15:37 Uhr

Biathlon Weltcup

Greis triumphiert im Sprint beim Heim-Weltcup

Michael Greis hat beim Weltcupsprint in Ruhpolding ein hervorragendes deutsches Mannschaftsergebnis mit einem Sieg gekrönt. Alexander Wolf schaffte es als Dritter ebenfalls auf das Podest.

Beim Weltcup in Ruhpolding hat der dreimalige Olympiasieger Michael Greis für den ersten Saisonsieg der deutschen Biathleten gesorgt. Alexander Wolf aus Oberhof komplettierte als Dritter (30,5 Sekunden zurück) das beste Saisonergebnis der Deutschen.

"Mit so einem Sieg kommt die Lust zurück. Vor allem das fehlerfreie Schießen war brutal wichtig für mich. Ein war ein sehr, sehr gutes Rennen und ich bin richtig zufrieden", sagte Michael Greis. Der Weltcup-Titelverteidiger feierte den achten Solo-Sieg seiner Karriere souverän vor Maxim Tschudow (Russland) und kassierte 10 000 Euro als Siegprämie.

"Ich habe immer gesagt, dass ich stark genug bin, auch den Ole zu schlagen. Heute habe ich es wieder bewiesen", sagte Greis. Dem "Ole", Weltcup-Spitzenreiter Ole Einar Björndalen, hatte der deutsche Topläufer zuletzt bei seinem WM-Massenstarttriumph bei der WM in Antholz vor fast einem Jahr einen Sieg weggeschnappt. In Ruhpolding musste sich der fünfmalige Olympiasieger aus Norwegen mit Platz fünf begnügen, baute damit aber dennoch seine Führung in der Gesamtwertung aus.

Famose Vorstellung der Deutschen

"Genau so hatte ich mir das vorgestellt", kommentierte Bundestrainer Frank Ullrich die famose Vorstellung seiner Mannschaft, zu der auch Youngster Christoph Stephan (Oberhof) und Michael Rösch (Altenberg) auf den Rängen acht sowie neun beitrugen. "Natürlich war es Pech, dass bei Wolf und Rösch der letzte Schuss vorbei ging. Aber wer nichts wagt, der kann auch nichts gewinnen."

Wolf, der als Zweiter in Pokljuka das zuvor beste deutsche Saisonergebnis auf seinem Konto hatte, nahm es gelassen. "Den letzten Schuss habe ich total verrissen. Da war ich mit den Gedanken wahrscheinlich schon auf der Strecke. Aber heute kann ich es verschmerzen", meinte der lange Oberhofer im strömenden Regen.

"Absolut glücklich" war an seinem 22. Geburtstag auch der dreimalige Junioren-Weltmeister Christoph Stephan, der auf Platz acht nicht nur das beste Weltcup-Ergebnis seiner bisherigen Karriere schaffte, sondern auch die interne WM-Qualifikationsnorm erfüllte. Der Oberhofer hat nun gute Chancen, von Ullrich in das WM-Team berufen zu werden.

© SID

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