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05.01.2011

08:06 Uhr

Biathlon Weltcup

Männer-Staffel eröffnet Biathlon-Festwochen

Die deutschen Biathleten fiebern den beiden Heim-Rennen in Oberhof und Ruhpolding entgegen. Die Herren-Staffel will heute aufs Podest, die Frauen peilen den zweiten Saisonsieg an.

Michael Greis strebt mit der Staffel einen Podestplatz an. Foto: SID Images/AFP/Javier Soriano SID

Michael Greis strebt mit der Staffel einen Podestplatz an. Foto: SID Images/AFP/Javier Soriano

Die Vorfreude auf die Heimspiele ist groß. Die Männer-Staffel eröffnet heute (17.30 Uhr/ZDF und Eurosport) in Oberhof die Biathlon-Festwochen auf deutschem Boden, die ihre Fortsetzung mit dem Premieren-Rennen in der neuen WM-Arena von Ruhpolding sieben Tage später finden. "Die beiden Heimweltcups haben für uns neben den Weltmeisterschaften sicherlich den größten Stellenwert", sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang.

Entsprechend hoch ist aber auch die Erwartungshaltung der zahlreichen Zuschauer in den beiden Biathlon-Hochburgen. "Die Situation ist für uns ja nicht neu. Wir werden versuchen, wieder möglichst unaufgeregt in die Wettkämpfe zu gehen", sagte Müssiggang.

Der Sieg von Magdalena Neuner sowie der dritte Platz von Michael Greis bei den Sprints im slowenischen Pokljuka vor den Weihnachtstagen haben zumindest etwas Druck von der bis dato schwächelnden deutschen Mannschaft genommen. "Das ist das richtige Signal für Oberhof und Ruhpolding", sagte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner.

Hönig: "Haben relativ viel ohne Belastung geschossen"

Nach einer kurzen Regeneration über die Feiertage stand in Vorbereitung auf Oberhof vor allem Schießtraining auf dem Programm. Im gesamten bisherigen Winter offenbarten die deutschen Athleten große Schwächen am Schießstand. "Wir haben relativ viel ohne Belastung geschossen. Also viel Detailarbeit, Abzugsverhalten und Atemtechnik", sagte Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig. Auch Neuner hatte beim bisher einzigen deutschen Saisonsieg in Pokljuka zweimal das Ziel verfehlt.

Für den optimalen Start in den vierten Weltcup der Saison am Thüringer Rennsteig wollen die deutschen Männer in der Staffel sorgen, möglichst, indem "wir aufs Podest laufen". Der Wunsch des dreifachen Turin-Olympiasiegers Greis erhält allerdings durch den Ausfall von Andreas Birnbacher einen herben Dämpfer. Der Vizeweltmeister von 2007 musste sich nach Pokljuka wegen Rückenschmerzen behandeln lassen und ist noch nicht hundertprozentig fit. "Es ist schade, aber ich möchte auf keinen Fall etwas riskieren", sagte Birnbacher.

Die deutsche Staffel wird in der Besetzung Christoph Stephan, Alexander Wolf (beide Oberhof), Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) sowie Michael Greis als Schlussläufer ins Rennen gehen.

Schempp vor Rückkehr ins Team

Zurück im deutschen Team ist Simon Schempp. Der Uhinger hatte nach dem Weltcup in Hochfilzen, wo er in der Staffel eingebrochen war, vom Trainerteam eine körperliche und mentale Pause verordnet bekommen. Schempp nimmt den sechsten festen Startplatz ein, dafür müssen Daniel Böhm und Florian Graf wieder zurück ins zweite Glied.

Bei den Frauen, die mit der Staffel am Donnerstag (19.30 Uhr/ZDF und Eurosport) ins Geschehen eingreifen, hatte sich Sabrina Buchholz (Oberhof) bereits in Pokljuka ihren Platz im Team gegen Juliane Döll aus Oberhof erkämpft. Angeführt von Doppel-Olympiasiegerin Neuner und Lokalmatadorin Andrea Henkel (Großbreitenbach), die zum zwölften Mal in Oberhof am Start ist, wollen die Frauen in der Staffel "da weitermachen, wo wir in Hochfilzen aufgehört haben", also mit einem Sieg. "Ich freue mich jedesmal wieder riesig, vor den vielen deutschen Fans laufen zu dürfen. Das ist immer etwas ganz Besonderes", sagte Henkel.

Lokalmatadorin type="person" value="Henkel, Andrea">Henkel wurde von Hönig als Schlussläuferin für die Staffel nominiert. Den Anfang macht Kathrin Hitzer (Gosheim), gefolgt von Neuner und Tina Bachmann (Schmiedeberg). Neben den beiden Staffeln stehen in Oberhof noch die Sprints der Männer (Freitag/17.30 Uhr) und Frauen (Samstag/17.30 Uhr) sowie am Sonntag die Massenstartrennen (Männer 15.30 Uhr/Frauen 18.15 Uhr) auf dem Programm.

© SID

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