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03.01.2008

08:08 Uhr

Biathlon Weltcup

Neuner hat Heimsieg im Visier

Der Weltcup in Oberhof startet heute mit der Staffel. Magdalena Neuner setzt zum Auftakt ihres Heimspiels zwar aus, hat trotzdem das Podest im Visier. "Mir geht es wieder ganz gut", sagte Neuner nach ihrem Infekt.

Magdalena Neuner, die beim Schalker Hallenspektakel fehlte, ist auf dem Wege der Besserung. Der deutsche Staffelgold-Express rauscht heute (17. 20 Uhr/live in der ARD) trotzdem ohne sie durch den Thüringer Wald. Ausgerechnet vor dem Weltcup-Heimspiel in Oberhof kränkelte der Biathlon-Superstar und hat an der Stätte des ersten großen Triumphes trotzdem das Siegerpodest im Visier.

"Gehustet wird noch ganz ordentlich, aber ansonsten geht es mir wieder ganz gut", sagt Magdalena Neuner, die erst am Freitag von der heimatlichen Trainingsstrecke Kaltenbrunn bei Garmisch-Partenkirchen nach Oberhof reisen wird. "An Heiligabend habe ich krank im Bett gelegen, aber seit einer Woche trainiere ich wieder und bin für Oberhof zuversichtlich."

Neuner will am Samstag wieder Gas geben

Am Tag, nachdem sie in Baden-Baden zur deutschen "Sportlerin des Jahres" gekürt worden war, kündigte ein kratzender Hals den folgenden grippalen Infekt an. Beim Sprintrennen am Grenzadler kann die 20-Jährige am Samstag aber "wieder Gas geben". Auf den Tag genau ein Jahr, nachdem ihr an gleicher Stelle im gleichen Wettbewerb der erste Weltcup-Sieg der Karriere gelungen war.

"Oberhof war mein Durchbruch. Den Sprintsieg werde ich sicher nie vergessen", sagt sie. Am Tag vor dem Sprintrennen hatte die damalige Junioren-Weltmeisterin noch mit Zimmerkollegin Martina Glagow über die besondere Herausforderung des Rennens in der ausverkauften Rennsteig-Arena gesprochen. "Vor so einer Kulisse einmal im Leben zu gewinnen, das muss doch der Wahnsinn sein, habe ich der Martina damals gesagt. Und einen Tag später war der Wahnsinn real", erinnert sich Neuner.

Nach dem damaligen Sensations-Coup von Oberhof (Neuner wurde danach noch Dritte im Jagdrennen) beförderte Bundestrainer Uwe Müssiggang "die kleine Lena" von den Junioren in sein WM-Aufgebot. Ein Glücksgriff, wie sich herausstellte, denn einen Monat später avancierte die Senkrecht-Starterin mit drei WM-Titeln in Antholz zur "Gold-Lena".

Die dafür sogar mit dem Triumph bei der nationalen Sportlerwahl Geadelte gewann nach der Siegpremiere von Oberhof zwar noch sechs Rennen, hat aber in diesem Winter die oberste Stufe des Siegerpodestes noch nicht bestiegen. Ein dritter Platz in Pokljuka im letzten Sprint des Jahres 2007 und Rang acht in der Weltcup-Gesamtwertung stehen bisher auf der Habenseite.

"Wichtig ist, dass ich wieder gut reinkomme"

Eine neue Neuner-Show in Oberhof mag die Zöllnerin nach insgesamt glimpflich überstandenem Infekt ("Wichtig ist, dass ich wieder gut reinkomme") vorsichtshalber nicht versprechen. Aber: "Die Strecke in Oberhof liegt mir besonders. Am schweren Birxsteig kann ich so richtig hochziehen. Das macht Spaß."

Beim Staffelrennen heute, wo sie von Kathrin Hitzer (Gosheim) vertreten wird (außerdem nominierte Coach Müssiggang Simone Denkinger/Gosheim, Andrea Henkel/Großbreitenbach und Kati Wilhelm/Zella-Mehlis), drückt sie vor dem TV-Gerät in ihrer Wallgauer Wohnstube die Daumen. "Wir haben sieben gute Mädels im Team, die alle stark in der Staffel sind. Da ist es nicht so schlimm, wenn ich einmal fehle."

© SID

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