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07.01.2007

11:31 Uhr

Der Weltcup in Oberhof wird weiterhin von russischen Läufern dominiert, während die deutschen Biathleten derzeit nur eine Nebenrolle spielen. Der Schlechinger Andreas Birnbacher war als Sechster bester deutscher Starter im Jagdrennen.

Mixed-Weltmeister Nikolai Kruglow, der in Oberhof bereits den Sprint gewonnen hatte, verwies nach 12,5km in 36:18,2 Minuten seine Landsleute Dmitri Jaroschenko und Maxim Tschudow auf die nächsten Plätze. Vor dem Rennen war Kruglows Teamgefährte Sergej Roschkow nach einem Bluttest wegen eines zu hohen Hämoglobinwertes mit einer Fünf-Tages-Schutzsperre belegt worden.

"Das waren ganz harte Tage"

"Ich bin jetzt froh, dass es endlich vorbei ist. Das waren ganz harte Tage in Oberhof", sagte Michael Greis. Der Sportler des Jahres war im Jagdrennen wegen fünf Schießfehlern von Sprintplatz zwei weit zurückgefallen: "Es hat beim Schießen nicht gepasst und beim Laufen auch nicht. Die Summation der Wettkämpfe und der Dauerregen haben an mir gezehrt." Greis besiegte am Thüringer Rennsteig immerhin zum ersten Mal in diesem Winter seinen Erzrivalen Ole Einar Björndalen und baute seine Führung in der Gesamtwertung auf 32 Punkte vor dem Norweger aus.

Hinter Greis überzeugte auch Andreas Birnbacher als Sechster in der Jagd und Zehnter im Sprint und rückte insgesamt auf Rang sieben vor. Böse erwischte es ausgerechnet Lokalmatador Sven Fischer, der beim Warmlaufen vor dem Sprint stürzte, mit Rippenprellung 62. wurde und dann ins Krankenhaus fuhr. In Ruhpolding kann der Routinier aber wohl wieder mitmischen.

Fünf Tage Schutzsperre

Für Schlagzeilen sorgten Russlands Männer nicht nur mit überagenden sportlichen Leistungen sondern auch mit permanenten Querelen um Geld und Sponsoren und einem auffälligen Bluttest. Weil Sergej Roschkow den zulässigen Hämoglobin-Grenzwert von 17,5 überschritt, wurde er vom Weltverband IBU für fünf Tage gesperrt. Zudem wurden ein Urin-Dopingtest und ein EPO-Test ausgelöst.

Mit den Ergebnissen der ins Dopinglabor Kreischa eingesandten Proben rechnet die IBU laut Generalsekretär Michael Geistlinger innerhalb der nächsten drei Wochen. Bereits in Ruhpolding wird Roschkows Blut erneut überprüft.

"Die Russen gehören zu den 30 Topathleten und werden genauso intensiv getestet wie die deutsche Mannschaft", sagte Geistlinger. Der Österreicher bezog sich auf die Richtlinien der Welt-Antidopingagentur Wada, bei der die 30 weltbesten Biathleten täglich ihren Aufenthaltsort melden müssen, um jederzeit überprüft werden zu können.

© SID

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