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10.01.2007

07:07 Uhr

Biathlon Weltcup

Shootingstar Neuner hat WM-Ticket im Visier

Am Thüringer Rennsteig lief Youngster Magdalena Neuner der Biathlon-Konkurrenz davon - auch der deutschen. Nach ihrem ersten Weltcup-Erfolg winkt nun sogar ein Ticket für die Weltmeisterschaft "der Großen" in Antholz.

Dass Magdalena Neuner den Umgang mit der schweren Harfe und den Stricknadeln beherrscht, war im engeren Umfeld des neuen deutschen Shootingstars bereits länger bekannt. Absolute Spitze aber ist das neue "Fräulein-Wunder" im deutschen Biathlon derzeit im Umgang mit Ski und Sportgewehr. In Oberhof gelang der 19-Jährigen mit dem ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere der Aufstieg in die Skijäger-Elite. Beim heute beginnenden Heim-Weltcup in Ruhpolding (10. bis 14. Januar) winkt der Wallgauerin nun sogar das WM-Ticket.

"Hätte nichts dagegen"

"Mein Saisonziel ist eigentlich die Junioren-WM, aber wenn ich bei den Großen mitfahren dürfte, hätte ich natürlich nichts dagegen", schildert Magdalena Neuner die seit ihrer grandiosen Show am Thüringer Rennsteig gründlich veränderte Situation. Offiziell will Bundestrainer Uwe Müssiggang sein Team für die WM in Antholz (3. bis 11. Februar) nach den Rennen im Chiemgau nominieren. Neuner darf dort heute (13.15 Uhr/live in der ARD und bei Eurosport) in der Auftakt-Staffel laufen - ein Vertrauensbeweis.

In Ruhpolding bestritt die fünfmalige Junioren-Weltmeisterin vor einem Jahr den allerersten Weltcup ihrer Karriere. "Das war furchtbar. Ich habe die ganze Nacht im Bett gelegen und geheult. Ich bin schlecht gelaufen und habe ganz fürchterlich geschossen. Es hat einfach gar nichts geklappt", erinnert sich die mittlerweile im Gesamtweltcup auf Platz neun Vorgerückte überhaupt nicht gern an Einstands-Platz 41.

Tränen sind Sieger-Lächeln gewichen

Statt Tränen drückte in Oberhof strahlendes Lächeln die Gemütslage des 55-kg-Leichtgewichts aus. Selbst als ihr im Jagdrennen plötzlich fünf Patronen fehlten und auch noch ein Magazin in der Waffe klemmte, verlor sie nicht die Nerven und rannte zwei Tage nach dem Sprintsieg als Dritte erneut auf das Siegerpodest: "Ich fühle mich derzeit wie in einem Traum. Es gelingt alles, es geht alles leicht. Hoffentlich hält das ganz lange an."

© SID

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