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13.01.2008

15:53 Uhr

Biathlon Weltcup

Sprintsieger Greis lässt Verfolgern keine Chance

Sprintsieger Michael Greis hat beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding auch die Verfolgung gewonnen und damit den zweiten Saisonsieg gefeiert. Der Olympiasieger verwies Maxim Tschudow und Emil Hegle Svendsen auf die Plätze.

Weltmeister Michael Greis hat seine derzeit starke Form unterstrichen und beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding die 12,5-Kilometer-Verfolgung gewonnen. Der dreimalige Olympiasieger aus Nesselwang, der am Samstag vor heimischer Kulisse im Sprint seinen ersten Saisonsieg gelandet hatte, verwies den Russen Maxim Tschudow (28,2 Sekunden zurück) und Emil Hegle Svendsen aus Norwegen mit deutlichem Vorsprung auf die Plätze.

"So sehen Sieger aus", jubelten 23 000 Fans, als Greis einen Tag nach dem Triumph im Sprint auch das Jagdrennen gewann und vier Wochen vor der WM in Östersund (8. bis 17. Februar) zum Topfavoriten avancierte.

"Habe mir hier riesigen Auftrieb geholt"

"Es war ein grandioses Wochenende für mich. So ein Doppelsieg ist mir noch nie gelungen. Es wäre zu schön, wenn ich den bei der WM wiederholen könnte. Ich habe mir hier vor heimischer Kulisse riesigen Auftrieb geholt", sagte Greis nach den Weltcup-Erfolgen Nummer acht und neun in seiner Karriere. Der 31-Jährige griff sich unter dem Jubel der Fans wenige Meter vor der Ziellinie noch eine deutsche Fahne und feierte ganz gemütlich seinen ersten Doppelschlag im Weltcup.

"Bravourös", sagte auch Bundestrainer Frank Ullrich. "Michael hat sofort den Zug nach vorne aufgenommen und mit starkem Schießen die Konkurrenz geschockt. Das war eine richtig starke Vorstellung. So stelle ich mir das vor." Der Coach konnte am bislang mit Abstand stärksten Saison-Wochenende seiner Mannschaft auch mit dem Frankenhainer Daniel Graf (Vierter im Sprint, Sechster in der Jagd) sowie dem Oberhofer Alexander Wolf (Dritter und Neunter) sehr zufrieden sein.

DSV-Sportdirektor Pfüller voll des Lobes

Zufrieden mit den von insgesamt mehr als 165 000 Zuschauern verfolgten Heimauftritten am Thüringer Rennsteig und im Chiemgau war auch Thomas Pfüller. "So stark wie diesmal sind wir lange nicht aufgetreten. Unsere Trainer verstehen es eben, ihre Leute auf den Saisonhöhepunkt hin vorzubereiten. Wir werden eine gute WM erleben", bilanzierte der Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV).

Am Donnerstag beginnt in Antholz (17. bis 20. Januar) der letzte Weltcup vor der WM in Östersund. Danach werden die Bundestrainer ihre WM-Mannschaften benennen. Frauen- und Männer-Team sollen jeweils aus sechs Aktiven bestehen.

© SID

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