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11.01.2008

15:36 Uhr

Biathlon Weltcup

Varis feiert in Ruhpolding ersten Weltcup-Sieg

Kaisa Varis hat beim Sprint in Ruhpolding ihren ersten Weltcupsieg gefeiert. Mit null Fehlern war die Finnin am Ende 16 Sekunden schneller als die Russin Swetlana Slepzowa. Auf Rang drei landete Helena Jonsson.

Kaisa Varis hat den Biathlon-Sprint in Ruhpolding gewonnen und damit ihren ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Beim Überraschungs-Sieg der Finnin stand Olympiasiegerin Kati Wilhelm dagegen als Vierte enttäuscht neben dem Treppchen. Für Teamstar Magdalena Neuner war Rang zwölf "gar nix". Wenigstens verteidigte Martina Glagow als 11. das Gelbe Trikot der Gesamt-Führenden erfolgreich.

"Natürlich habe ich mich mächtig über die zwei Fehler beim Stehendschießen geärgert. Läuferisch ging es so gut, da habe ich vielleicht auf der Strecke etwas über meine Verhältnisse gelebt", meinte Kati Wilhelm, die zwischenzeitlich in Führung lag, am Ende aber durch die Strafrunden noch zurückfiel.

Mit leichtem Argwohn stand die 31-Jährige aus Zella-Mehlis im Ziel, als Ex-Langläuferin Kaisa Varis zum ersten Mal in ihrer kurzen Biathlon-Karriere den Siegerscheck von 10 000 Euro einsteckte. "Ich hoffe, dass sie jetzt sauber ist und aus den Fehlern von früher gelernt hat", sagte Wilhelm.

Kaisa Varis, die Swetlana Slepzowa (Russland) und Helena Jonsson (Schweden) auf die nächsten Plätze verwies, war 2001 in den finnischen Langlauf-Skandal bei der Nordischen WM in Lahti verwickelt. Zwei Jahre später wurde die 32-Jährige bei der Nordischen Ski-WM 2003 des Epo-Dopings überführt und zwei Jahre gesperrt. Deshalb wurde Varis 2006 trotz geschaffter Qualifikation vom finnischen NOK nicht ins Olympia-Team berufen und wechselte zum Biathlon.

Deutsche patzen beim Schießen

Vor 15 000 Zuschauern patzten im Gegensatz zu den drei Läuferinnen auf dem Siegerpodest die Einheimischen beim Schießen. Wie Wilhelm leistete sich auch Andrea Henkel (Großbreitenbach) zwei Fehlschüsse, fiel trotz starker Laufleistung auf Platz neun zurück und grantelte: "Ich kann es gerade nicht besser. Mir ist die Coolness abhanden gekommen. Soll ich etwa mit zwei Fehlern zufrieden sein?"

Sogar dreimal schoss Oberhof-Siegerin Magdalena Neuner (Wallgau) vorbei, schaffte zum ersten Mal im neuen Jahr nicht den Sprung auf das Siegerpodest und fiel sogar aus den Top Ten heraus. "Das war Lena live. Beim Laufen habe ich keine Luft bekommen und musste dauernd husten. Und das Schießen war auch gar nix. Ich war einfach schlapp. Abhaken."

Wenigstens die als siebte sehr gut platzierte Oberhoferin Sabrina Buchholz und Weltcup-Spitzenreiterin Martina Glagow (Mittenwald) trafen alle zehn Schießziele, liefen aber für Topränge nicht schnell genug. "Damit kann ich gut leben", meinte Glagow: "So langsam habe ich meine Krankheit von Weihnachten überwunden."

© SID

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