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21.01.2006

13:39 Uhr

Biathlon Weltcup

Wilhelm auch im Jagdrennen vorne

Nach ihrem Erfolg im Sprint hat Weltcup-Spitzenreiterin Kati Wilhelm auch das Jagdrennen der Biathletinnen in Antholz für sich entschieden. Die Thüringerin lag nach 10km 25,1 Sekunden vor der Französin Sandrine Bailly.

Weltcup-Spitzenreiterin Kati Wilhelm konnte nach ihrem Erfolg im Sprint auch den Sieg beim Jagdrennen der Biathletinnen in Antholz feiern. Nach 10km lag die Thüringerin in 33:02,5 Minuten 25,1 Sekunden vor ihrer Dauer-Rivalin Sandrine Bailly aus Frankreich und baute mit dem vierten Saisonsieg ihre Führung in der Gesamtwertung auf enorme 151 Punkte vor ihrer fünftplatzierten Teamgefährtin Uschi Disl aus. Rang drei sicherte sich zum dritten Mal hintereinander im Weltcup Albina Achatowa aus Russland.

In einer regelrechten "deutschen Meisterschaft mit internationaler Beteiligung" belegten hinter Weltmeisterin Uschi Disl (Moosham) in Martina Glagow (Mittenwald/6.), Andrea Henkel (Großbreitenbach/7.), Katrin Apel (Frankenhain/8.) und Simone Denkinger (Gosheim/10.) auch alle anderen Olympia-Starterinnen "Top 10"-Plätze. Die dreimalige Junioren-Weltmeisterin Magdalena Neuner (Wallgau) schaffte als Elfte ihr bislang bestes Weltcup-Resultat.

"Kann machen, was ich will"

"Ich kann machen, was ich will. Es läuft einfach super. Aber ich war wirklich froh, dass Sandrine beim letzten Schießen einmal patzte und ich auf der letzten Runde nicht mehr alles geben musste. Ich war schon ziemlich fertig", schilderte Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) die Entscheidung. Bei der letzten von vier Schießübungen standen die beiden überragenden Läuferinnen der vergangenen Wochen nebeneinander am Schießstand. Bailly leistete sich einen Fehler, Wilhelm nicht. Sie gewann zum 13. Mal in ihrer Karriere einen Solo-Weltcup und zugleich fast 20 000 Euro an Prämien.

"Ich habe eben die Frechheit beim Schießen zurück. Die lasse ich mir bis Turin nicht mehr nehmen", meinte Wilhelm und nahm ihre Rolle als turmhohe Favoritin für die Olympischen Spiele gelassen. "Vor vier Jahren war ich ein "No Name" und hatte keinen Druck. Diesmal ist es schwerer, aber die Erfolge der letzten Wochen möchte ich nicht missen. Sie geben auch Selbstvertrauen", sagte die 29-Jährige.

Massenstartrennen am Sonntag

Der letzte vorolympische Weltcup auf den WM-Strecken von 2007 geht am Sonntag mit den Massenstartrennen der Herren über 15km (11. 15 Uhr) sowie der Damen über 12,5km (14.00/jeweils live in der ARD) zu Ende. Die deutschen Biathletinnen bereiten sich danach in Obertilliach, die Herren in Ridnaun in Trainingscamps auf ihre Einsätze bei den Olympischen Spielen vor.

© SID

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