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14.01.2007

11:47 Uhr

Biathlon Weltcup

Wilhelm bei Olofsson-Erfolg Zweite

Kati Wilhelm hat beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding den zweiten Rang in der Massenstart-Konkurrenz belegt. Den Sieg sicherte sich die Schwedin Anna Carin Olofsson, Rang drei ging an Linda Grubben aus Norwegen.

Zum Abschluss der Frauen-Wettbewerbe beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding hat Kati Wilhelm in der Massenstart-Konkurrenz den zweiten Rang belegt. Im Ziel hatte die Olympiasiegerin aus Zella-Mehlis einen Rückstand von 20 Sekunden auf die schwedische Siegerin Anna Carin Olofsson. Den dritten Rang sicherte sich die Norwegerin Linda Grubben.

Durch ihren zweiten Saisonsieg eroberte Massenstart-Olympiasiegerin Olofsson das Gelbe Trikot der Führenden in der Gesamtwertung von der wegen einer Grippe nicht einsatzbereiten Thüringerin Andrea Henkel. Olofsson liegt mit 382 Punkten jetzt vor Henkel (371) und Kati Wilhelm (367). Wilhelm schaffte zum zweiten Mal im aktuellen Winter Platz zwei, bleibt aber auch nach elf Saisonrennen sieglos.

Neuner und Apel verpatzen letztes Schießen

Zweitbeste Deutsche auf dem 12,5-km langen Kurs wurde Lokalmatadorin Katrin Hitzer (Ruhpolding) als Siebte mit einem Rückstand von 1:06 Minuten. Shootingstar Magdalena Neuner (Wallgau) "verballerte" eine bessere Position durch fünf Fehler beim letzten Schießen und landete im Endklassement mit 1:53 Minuten Rückstand auf Rang 15. Auf Rang 25 fiel das Comeback der erstmals nach überstandener Nasennebenhöhlen-Entzündung im neuen Jahr laufenden Katrin Apel (Frankenhain) unbefriedigend aus, weil die zweimalige Staffel-Olympiasiegerin auch das letzte Schießen mit drei Fehlern verpatzte. Sabrina Buchholz (Oberhof) landete nach insgesamt vier Schießfehlern auf dem 27. Rang, Martina Glagow (Mittenwald) musste genau wie Andrea Henkel aufgrund einer hartnäckigen Grippe passen.

"Mir macht es wieder richtig Spaß. Ein zweiter Platz - das ist schon was", sagte Kati Wilhelm nach ihrer besten Saisonleistung. Die Weltcup-Titelverteidigerin pirscht sich in der Gesamtwertung immer weiter nach vorn. "Na gut, das Gelbe Trikot war eigentlich gar nicht mein Saisonziel, aber wenn ich jetzt so nah dran bin, dann will ich es auch holen", sagte Wilhelm.

Die Laufform der dreimaligen Olympiasiegerin war deutlich verbesserter. Wilhelm: "Für den ersten Sieg fehlt mir nicht mehr viel - vielleicht noch ein wenig Durchhaltevermögen. Aber ich vergeude jetzt nicht mehr so viel Kraft. Wenn das Laufen klappt, kann ich auch am Schießstand ruhiger arbeiten."

Neuner und Hitzer fahren zur WM

Das schaffte im Finale des Deutschland-Heimspiels Publikumsliebling Magdalena Neuner nur bis zum letzten Schießen. Dann traf die 19-Jährige aus Wallgau gar nichts mehr, musste fünf Strafrunden hintereinander drehen und fiel vom dritten auf den 15. Platz zurück. "So etwas habe ich noch nie erlebt. Ich war einfach platt, habe beim Schießen so gezittert. Ich konnte gar nichts mehr treffen."

"Das ist doch normal, dass Lena irgendwann die Nerven verliert, bei diesem Rummel um sie", sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang. Die 20 Jahre alte Kathrin Hitzer (Gosheim) überzeugte im Chiemgau mit zwei siebten Plätzen und darf nun wie Neuner sogar zur WM nach Antholz mitreisen. "Wenn nichts mehr dazwischen kommt, sind die Beiden dabei", sagte Müssiggang.

© SID

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