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21.01.2005

07:05 Uhr

Bierhoff kann Magath zum Teil verstehen

„Die Liga profitiert von uns“

VonDas Gespräch führte Armin Lehmann

Teammanger Oliver Bierhoff über das Verhältnis zwischen der Nationalelf und den Vereinen.

Oliver Bierhoff Foto: dpa

Oliver Bierhoff Foto: dpa

Herr Bierhoff, Bayerns Trainer Magath findet, dass das viele Gerede um die WM 2006 die Spieler nur nervös mache. Schadet die Nationalmannschaft der Liga?

Bierhoff: Natürlich nicht. Die Nationalmannschaft ist das Aushängeschild des deutschen Fußballs. Und die WM 2006 hat nur positive Auswirkungen: Stadien, Stimmung, Vorfreude. Die Spieler werden in ihrer Leistung nicht beeinflusst.

Schaut man sich die Agenda an, sieht man: Benefizspiel, Länderspiel, Konföderationenpokal, der Ticketverkauf für die WM - erdrückt das nicht die Bundesliga?

Bierhoff: Schauen Sie sich die Zuschauerzahlen an, es sind wieder Rekordzahlen. Die Fans denken an die WM, gerade deshalb laufen sie noch häufiger in die Stadien. Das Interesse an der Bundesliga wächst doch eher.

Können Sie Magath auch verstehen?

Bierhoff: Zum Teil, ja. Mit Sicherheit ist der Konföderationenpokal für Vereinstrainer keine optimale Lösung. Da kann ich die Bedenken verstehen, weil die Spieler in der Vorbereitung beeinträchtigt sind, weniger Urlaub haben. Andererseits muss sich jeder Spieler, der bei der WM auflaufen will, voll im Klub reinhängen. Das dürfte auch für Magath von Vorteil sein.

Besteht nicht die Gefahr, dass Spieler die Nationalmannschaft wichtiger nehmen als ihren Klub, weil sie 2006 spielen wollen? EiSebastian Deisler will früher zurück ins DFB-Team als sein Trainer empfiehlt.

Bierhoff: Ein Spieler kann sich nur über die Leistung im Klub für die Nationalelf empfehlen. Ich denke, dass alle unsere Spieler so belastbar sind, dass sie im Klub und dem DFB-Team Leistung bringen. Schwieriger sind für die Klubs eher die ausländischen Nationalspieler, da könnte es Probleme geben, die nicht so leicht zu lösen sind wie mit mir und Jürgen Klinsmann.

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