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06.01.2005

21:20 Uhr

Bislang härteste Etappe forderte Opfer von Mensch und Maschine

Peterhansel deklassiert die Konkurrenz

Die Kölnerin Jutta Kleinschmidt hat auf der Königsetappe der 27. Rallye Dakar im VW Race-Touareg ihren dritten Platz erfolgreich verteidigt. Mit seinem zweiten Tagessieg in Folge setzte sich der französische Vorjahressieger Stéphane Peterhansel im Mitsubishi Pajero am Donnerstag erstmals mit einem Vorsprung von 21:32 Minuten auf seinen Landsmann und Teamkollegen Luc Alphand an die Spitze.

HB TICHIT/MAURETANIEN. Jutta Kleinschmidt, Dakar-Siegerin von 2001, reduzierte nach der mit 660 km längsten Dakar-Prüfung in der mauretanischen Wüste ihren Abstand zu Alphand von 3:16 auf 1:12 Minuten.

Peterhansel deklassierte auf der Marathon-Etappe von Zouérat nach Tichit förmlich die Konkurrenz. Auf der Sand-Prüfung mit vielen Dünen war der 39-Jährige, der als zweiter Fahrer sowohl die Motorrad- Kategorie als auch die Auto-Wertung gewonnen hatte, 25:40 Minuten schneller als der Zweite Nasser Al Attiyah (Katar) im privat eingesetzten BMW X5 des hessischen Xraid-Teams. Die 42 Jahre Wahl- Monegassin Jutta Kleinschmidt markierte zum zweiten Mal die drittbeste Zeit.

Alle Teams müssen im Biwak in Tichit auf den Service verzichten und alle notwendigen Reparaturen selbst ausführen, weil nach dem Reglement auf der zweigeteilten Marathon-Etappe von Touérat über Tichit nach Tidjikja keine externe Hilfe erlaubt ist.

Der bislang härteste Abschnitt der 27. Rallye Dakar forderte seinen unbarmherzigen Tribut. Der am Donnerstag noch führende französische Teamkollege von Jutta Kleinschmidt, Bruno Saby, beschädigte am Morgen die Front des Race-Touareg und fiel zurück.

Der finnische VW-Neuzugang Juha Kankkunen, zuvor auf Rang sechs, saß für zwei Stunden in der Wüste fest. Ihr neuer amerikanischer Partner Robby Gordon hat nach seinem Überschlag am Mittwoch mit großem Zeitrückstand wieder das Wüsten-Rennen aufgenommen.

Der Japaner Kenjiro Shinozuka, Sieger von 1997, überschlug sich mit seinem Nissan Pickup und musste auf den Service warten. Einsam in der Wüste stand auch der Monegasse Jean-Louis Schlesser, Gewinner von 1999 und 2000 und bislang Elfter, mit seinem Ford-Buggy.

Einen harten KTM internen Positionskampf liefern sich die Motorrad-Piloten. Der Spanier Marc Coma übernahm zum zweiten Mal die Spitze und verdrängte seinen zuvor führenden KTM-Kollegen Cyril Despres (Frankreich) um knapp 16 Sekunden auf den zweiten Rang. Zeitgleich mit einem Rückstand von jeweils 5:40 Minuten notierten der Australier Andy Caldecott und der Südafrikaner den dritten Platz. Mit seinem dritten Tagessieg und seinem ersten Etappenerfolg in Afrika verbesserte sich der französische Auftaktsieger David Fretigné (Yamaha) auf den sechsten Platz hinter dem italienischen KTM-Piloten Fabrizio Meoni.

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