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02.02.2008

13:09 Uhr

Bob Weltcup

Bobpilot Höpfner weist Lange in die Schranken

Bobpilot Matthias Höpfner hat in Königssee überraschend den zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere gefeiert. Er verwies Andre Lange und den Kanadier Pierre Lueders auf die Plätze.

Bobpilot Matthias Höpfner ist in Königssee überraschend zum zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere gefahren. Über zwei Jahre nach seinem ersten Triumph in Cortina verwies der 32-Jährige mit Alexander Mann die Olympiasieger Andre Lange/Kevin Kuske (Oberhof) mit sieben Hundertstelsekunden Vorsprung auf Platz zwei. Seiner Mutter Heidrun machte er damit das ideale Geschenk zum 56. Geburtstag.

"Das ist ein wunderschöner Tag, ich bin überglücklich. Dass ich nach dem langen Tief so zurückgekehrt bin, macht mich stolz", erklärte Höpfner und grinste: "Vor allem freut mich, dass es mit dem Geschenk für Mama geklappt hat." Die hatte sich nichts Materielles für ihren Ehrentag gewünscht und war über den ersten Weltcup-Sieg ihres Sohnes seit über zwei Jahren (Cortina 2005) viel glücklicher. Nach langer Leidenszeit mit Fersenoperation und zu Saisonbeginn verpasstem Sprung ins Weltcup-Team meldete sich Höpfner zwei Wochen vor der Heim-WM in Altenberg eindrucksvoll zurück.

Lange baut Vorsprung aus

Im ersten Durchgang hatte der Oberbärenburger bei Schneefall noch von seiner Startnummer profitiert, doch im zweiten verdiente er sich auch dank seines neuen Anschiebers Alexander Mann den Triumph. Der schnelle Mann vom Königssee feierte im ersten Weltcup-Rennen seines Lebens gleich seinen ersten Sieg und kann sogar von einer WM-Nominierung träumen. Zu den Gratulanten zählte auch Olympiasieger Lange, der mit seinem nach Verletzungsproblemen zurückgekehrten Stammanschieber Kevin Kuske trotz überragender Startzeiten nicht gewinnen konnte.

"Als ich am Morgen in den Himmel geschaut habe, da wusste ich, dass ich nicht gewinnen kann. Meine Kufen sind einfach nichts für dieses Wetter", meinte Lange: "Aber für mich zählt ohnehin vor allem die WM. Und ich gönne dem Höpf den Sieg von ganzem Herzen."

Immerhin baute Lange seinen Vorsprung im Gesamtweltcup trotzdem auf 177 Punkte vor dem diesmal drittplatzierten Kanadier Pierre Lueders aus. Damit reicht beim letzten Weltcup am kommenden Wochenende in Winterberg bereits ein 23. Rang zum Triumph in der Gesamtwertung. Thomas Florschütz/Mirko Pätzold (Riesa) komplettierten den starken deutschen Auftritt in Bayern auf Platz sechs.

Am Sonntag gibt es am Königssee noch die Viererbob-Entscheidung. Lange, der sein Fahrgerät wechseln will, ist in diesem Winter im großen Schlitten noch genauso sieglos wie Höpfner.

© SID

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