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25.01.2007

08:44 Uhr

Bob WM

Bob-Piloten gehen bei der WM auf Medaillenjagd

Heute startet die WM der Bob- und Skeletonfahrer in St. Moritz. Während die deutschen Bobpiloten zum Favoritenkreis gehören, hat die Skeleton-Riege wenig Hoffnungen auf Edelmetall.

Mit der Favoritenbürde treten die deutschen Bobpiloten nach ihren drei Olympiasiegen ab heute bei der WM an, die Erwartungen im Skeleton-Lager dagegen sind nicht groß. Die Stars Andre Lange und Sandra Kiriasis müssen wie schon in Turin auch in St. Moritz (25. Januar bis 4. Februar/live bei arena) die Kastanien für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) aus dem Feuer holen.

Eine Medaille in jeder Bob-Disziplin ist Ziel

"Die drei Olympiasiege waren ein Traumergebnis, das kann man nicht wieder fordern. Jetzt haben wir einen neuen Zyklus und neue Einflüsse - wie den Einheitsstahl für die Kufen", sagt Stefan Krauß. Der Sportdirektor gibt für jede der drei Bob-Disziplinen lediglich "eine Medaille als Ziel" aus. Bei den Bäuchlingsrodlern müsse man ohnehin "kleinere Brötchen backen", ein Rang unter den besten Sechs sei möglich.

Der Doppel-Olympiasieger und fünfmalige Weltmeister Lange will vor dem Zweier-Wettbewerb keine Prognose abgeben. "Ich habe keine Ahnung, was wir holen können", meint der 33-jährige Oberhofer. Er verzichtete zugunsten einer optimalen Vorbereitung für die Jagd nach Doppel-Gold auf den letzten Weltcup, knüppelte stattdessen noch mal im athletischen Bereich und ließ die Berliner FES-Spezialisten wegen verschiedener Probleme an den Schlitten basteln.

Laut Krauß hätten die letzten Weltcup-Rennen gezeigt, dass die US-Amerikaner mit Steven Holcomb wegen des Materials das Top-Level bieten. "Die sind ein Stück weg", meint er.

Zweiter deutscher Starter ist der Olympiafünfte Matthias Höpfner, der zuletzt völlig von der Rolle war. Ihm steht wieder Stammanschieber Andreas Porth zur Verfügung. Der Ex-Diskuswerfer hatte vor anderthalb Wochen in Cortina nach einem Sturz den Bob aufgrund der Schmerzen an der aufgeschürften Schulter vorzeitig verlassen und so auch noch eine Bänderverletzung im Knie erlitten. Im Vierer muss Höpfner in der kommenden Woche eine Selektion gegen Karl Angerer bestreiten.

Keine großen Medaillen-Hoffnungen im Skeleton

Skeleton-Bundestrainer Bernhard Lehmann hat vor den Rennen von Donnerstag bis Samstag keine großen Medaillenhoffnungen. "Dazu gibt es keinen Anlass", sagt Lehmann: "Aber es kann natürlich immer eine Überraschung geben." Eine solche gelang Anja Huber beim Weltcup in Igls, als sie ihren ersten Sieg feierte und für den einzigen Podestplatz der deutschen Athleten in diesem Winter überhaupt sorgte.

Am 1. Februar steht die WM-Premiere des Teamwettbewerbes (Skeleton + Zweierbob/jeweils Männer und Frauen) im Schweizer Nobelkurort an. Am zweiten WM-Wochenende sind dann die Viererbobs und Frauen an der Reihe. Olympiasiegerin Kiriasis meldete sich mit zwei Siegen bei EM und Weltcup zurück. Die Favoritenrolle gibt die Titelverteidigerin aber an Cathleen Martini weiter: Sie ist die Weltcup-Spitzenreiterin." Auch die 38-jährige Susi Erdmann ist aufgrund ihrer Erfahrung auf der langen Natureispiste im Engadin eine Medaillenkandidatin.

© SID

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