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12.01.2009

09:03 Uhr

Boxen International

"Smokin Joe" feiert seinen 65. Geburtstag

Ein ganz Großer der internationalen Box-Szene feiert heute seinen 65. Geburtstag. Joe Frazier, Schwergewichts-Weltmeister und Olympiasieger, hat in seinem Leben schon viel erlebt.

Joe Frazier feiert heute seinen 65. Geburtstag. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Joe Frazier feiert heute seinen 65. Geburtstag. Foto: Bongarts/Getty Images

Der ehemalige Box-Weltmeister und Olympiasieger im Schwergewicht, Joe Frazier, feiert heute seinen 65. Geburtstag. Frazier gewann 1964 in Tokio olympisches Gold im Finalkampf gegen den Deutschen Hans Huber. Die Goldmedaille zerteilte er anschließend in elf gleichgroße Teile und schenkte jedem seiner Kinder eines davon.

Als Profi war er zwischen dem 4. März 1968 und dem 22. Januar 1973 Weltmeister aller Klassen. Er verlor den WM-Titel durch seine erste Niederlage in Kingston/Jamaika gegen George Foreman. Frazier musste in diesem Kampf sechsmal zu Boden bevor der Ringrichter die "Schlacht" in der 2. Runde stoppte.

Legendäre Kämpfe gegen Ali

Legendär wurde "Smokin Joe" vor allem durch seine Kämpfe gegen Muhammad Ali. Im Titelkampf am 8. März 1971 brachte er dem Größten die erste Niedelage bei. Unvergessen bei Boxfans ist aber vor allem der "Thrilla in Manila", als Frazier am 1. Oktober 1975 nach der 14. Runde aufgab. Beide Kämpfer waren in diesem Fight über die Grenze der körperlichen Leistungsfähigkeit gegangen. Sieger Ali brach bei der Urteilsverkündung zusammen.

Frazier entstammt einer Familie armer Farmer aus South Carolina. Er hatte elf Geschwister. Mit dem Boxen begann er als Teenager in Philadelphia, wo er auch in einem Schlachthof arbeitete. Wie "Rocky" in dem Film von Sylvester Stallone trainierte er, in dem er dort auf Rinderhälften einschlug.

Frazier wurde von Ali immer wieder provoziert. Er nannte ihn "Onkel Tom", einen willenlosen Anhänger von Weißen, geschmäht und intellektuell minderbemittelt. Noch als der bereits an Parkinson erkrankte Ali 1996 in Atlanta das Olympische Feuer entzündete, machte Frazier höhnische Bemerkungen über den Zustand des damals noch verhassten Kontrahenten.

Versöhnung vollzogen

Mittlerweile haben sich die beiden ehemaligen Rivalen längst versöhnt. "Ali konnte boxen" gab Frazier zu, der in den USA noch immer gern gesehener Gast an Boxringen ist. Ihm blieben schwere gesundheitliche Folgen seiner Karriere erspart. Er leidet heute jedoch an Bluthochdruck und Diabetis.

Nach dem Ende seiner Laufbahn im Anschluss an eine Niederlage gegen George Foreman 1976 arbeitete Frazier als Trainer. Auch seine Kinder Marvis und Tochter Jackie waren als Boxprofis aktiv. Frazier bestritt insgesamt 37 Kämpfe, von denen er 32 gewann.

© SID

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