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28.01.2010

16:46 Uhr

Boxen National

Promoter Öner droht eine Haftstrafe

Der zwielichtige Box-Promoter Ahmet Öner steht wegen 16 verschiedener Straftaten vor Gericht. Das Urteil gegen den Inhaber des deutschen Arena-Boxstalls fällt Mitte Februar.

Werden zahlreiche Straftaten zur Last gelegt: Ahmet Öhner. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Werden zahlreiche Straftaten zur Last gelegt: Ahmet Öhner. Foto: Bongarts/Getty Images

Boxpromoter Ahmet Öner muss wegen zahlreicher Delikte wie Körperverletzung sowie vollendeter und versuchter Erpressung mit einer Haftstrafe von 22 bis 24 Monaten und einer Geldbuße in Höhe von 120 000 Euro rechnen. Eine entsprechende Absprache trafen das Gericht, die Staatsanwaltschaft und die drei Anwälte des türkischstämmigen Ex-Boxers unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor dem Prozessauftakt vor dem Hamburger Amtsgericht.

Die Vereinbarung beinhaltet, dass die Haftstrafe für den Boss des Arena-Boxstalls zur Bewährung ausgesetzt wird. Die Urteilsverkündung durch den Vorsitzenden Richter ist für den 12. Februar terminiert. Die Staatsanwaltschaft hatte Öner wegen 16 verschiedener Straftaten angeklagt.

Universum-Boxstall erpresst?

In der zehnseitigen Anklageschrift, die insgesamt 16 Delikte enthält, wird dem 38-Jährigen unter anderem der Versuch vorgeworfen, Klaus-Peter Kohl, den Chef der konkurrierenden Universum Box-Promotion, um 500 000 Euro zu erpressen. Bei einer Universum-Veranstaltung in der Hansestadt war es vor drei Jahren zwischen Öner und von Kohl engagierten Sicherheitskräften zu einer Schlägerei gekommen.

Der seit kurzem in Istanbul lebende Öner, dessen prominentester Boxer derzeit der kubanische Federgewichts-Weltmeister Yuriorkis Gamboa (WBA) ist, hatte kürzlich einen TV-Vertrag mit Sat.1 abgeschlossen. Die erste Veranstaltung mit Schwergewichtler Steffen Kretschmann soll am 27. März in Hamburg stattfinden.

Ahmet Öner war im August vergangenen Jahres selbst Opfer eines Anschlags geworden. Zwei Männer hatten ihm im Hamburger Stadtteil Borgfelde aufgelauert und drei Schüsse abgefeuert. Öner erlitt eine Verletzung im linken Oberschenkel, das Projektil wurde operativ entfernt. Der Vorfall ist bisher nicht aufgeklärt.

© SID

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