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03.01.2007

11:44 Uhr

Boxen National

"Rocky" fürchtet die Langeweile im Knast

Ex-Box-Weltmeister Graciano Rocchigiani gewährt vor seinem Haftantritt in der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne einen Blick in seine Seele: "Am meisten Angst habe ich vor der Langeweile und vor dem Scheiß-Essen."

Ex-Box-Weltmeister Graciano Rocchigiani hat kurz vor seinem Haftantritt in der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne einen Einblick in sein Innenleben gegeben. "Am meisten Angst habe ich vor der Langeweile und vor dem Scheiß-Essen", sagte der frühere Halbschwergewichts-Champion dem Berliner Tagesspiegel.

Rocchigiani soll wegen Verstoßes gegen die Bewährungsauflagen aus den Verurteilungen in Brandenburg und Berlin spätestens am Donnerstag die restliche Haftstrafe von insgesamt neun Monaten antreten.

Schamgefühle hat der 42-Jährige vor allem wegen seiner Eltern. "Das ist für die schon so, als wenn sie selber rein müssten", sagte "Rocky", der einen Besuch seiner Eltern ablehnt: "Ich möchte nicht, dass sie mich als Knacki sehen. Ich habe gute Eltern, das haben sie nicht verdient."

Der 42-Jährige hofft, dass er schnell in den offenen Vollzug wechseln darf. Dann könnte er sich tagsüber als Freigänger um sein Anfang November 2006 eröffnetes "Rocky´s Gym" in Duisburg-Meiderich kümmern. "Ich habe mehrere Angestellte, die darauf hoffen, dass sie nicht neun Monate warten müssen, bis sie ihren Chef das nächste Mal wieder sehen dürfen", sagte Rocchigiani.

Der gebürtige Berliner hatte im Dezember 2004 einen Taxifahrer tätlich angegriffen und war im Mai 2005 zum wiederholten Mal betrunken am Steuer erwischt worden. Damit verstieß Rocchigiani gegen die Bewährungsauflagen, die er nach einer vorzeitigen Haftentlassung 2002 erfüllen musste.

© SID

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