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13.01.2007

08:23 Uhr

Boxen WM

Halmich gegen die selbsternannte Box-Queen Krempf

Mit einer Portion Respekt aber auch Vertrauen in die eigene Stärke geht Box-Weltmeisterin Regina Halmich in ihren 54. Profi-Kampf heute in Halle/Saale. Gegnerin ist die selbsternannten Box-Queen Reka Krempf (Ungarn).

Auf die Provokationen der selbsternannten Box-Queen Reka Krempf will sich Weltmeisterin Regina Halmich gar nicht erst einlassen. "Wir klären das im Ring und werden sehen, wer die wirkliche Queen ist", sagt die 30-Jährige vor ihrem 54. Profi-Kampf heute (22.00 Uhr/live im ZDF) in Halle/Saale. Ihr Trainer Torsten Schmitz gibt sechs Jahre nach dem letzten echten K.o.-Sieg schon mal einen Knockout-Befehl aus.

Allerdings hat sich Halmich im letzten Jahr ihrer Profi-Karriere für den unwahrscheinlichen Fall einer Niederlage schon mal ein Hintertürchen geöffnet. "Ich höre nicht mit einer Niederlage auf. Dann will ich eine Revanche und zwar gleich - und nicht erst in zehn Jahren", sagte sie mit einem Seitenhieb auf die männlichen Comeback-Kämpfer.

Stefan Raab muss warten

Weil die sportliche Karriere noch absolute Priorität hat, muss auch TV-Star Stefan Raab auf das angedachte Revancheduell im "Kampf der Geschlechter" warten. Vor sechs Jahren hatte Halmich dem schwergewichtigen Hobbyboxer das Nasenbein gebrochen.

Reka Krempf flößt der in ihrer Karriere nur einmal bezwungenen Halmich mehr Respekt ein, obwohl die amtierende Weltmeisterin im eine Klasse schwereren Superfliegengewicht mit 13 Siegen aus 24 Kämpfen eine eher mäßige Bilanz aufweist. "Sie hat in den vergangenen zwei Jahren nicht verloren und im Februar den Titel gegen Galina Iwanowa geholt", betont die amtierende Fliegengewichts-Championesse nach Version der Wibf.

Ungarin hungerte weitere Kilos runter

Krempf spielt derweil ihre Niederlagen herunter. "Die stammen vom Anfang meiner Karriere und vor allem aus Kämpfen in Italien. Regina hatte eine große Geschichte, aber am Samstag werde ich gewinnen", sagt die frühere Kickbox-Weltmeisterin selbstbewusst. Den Kampf gegen Halmich wollte die Ungarin nach dem Ausfall der des Dopings überführten Mary Ortega (USA) unbedingt haben. Dafür hungerte sich die ohnehin zierliche 30-Jährige zwei weitere Kilo runter.

Halmich-Trainer Schmitz sieht Krempf keineswegs als Außenseiterin und warnt: "Regina darf nicht sinnlos nach vorne laufen. Krempf hat eine starke linke Führhand und kann sicher ein hohes Tempo über zehn Runden gehen."

Große Resonanz in Halle

Die große Resonanz auf den Kampf in der Box-Hochburg Halle hat selbst Promoter Universum überrascht. Der Hamburger Veranstalter hatte ursprünglich mit 3 500 Plätzen geplant, musste das Kontingent der Brandbergehalle jedoch aufgrund der großen Nachfrage auf 4 500 Plätze erhöhen.

Der Kampfabend in Halle ist zudem die letzte Profi-Chance für Thomas Ulrich. Nach seiner schweren Punkt-Niederlage im WM-Kampf gegen Zsolt Erdei kämpft der 31-Jährige aus Berlin gegen den Franzosen Rachid Kanfuoah um den EM-Titel. "Ich habe meine Lehren aus der Niederlage gezogen und mein Leben umgekrempelt", sagt Ulrich.

© SID

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