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19.01.2008

08:42 Uhr

Boxen WM

Selbstbewusster Tschagajew tritt gegen Skelton an

Weltmeister Ruslan Tschagajew gibt sich vor seiner Titelverteidigung gegen den Briten Matt Skelton selbstbewusst. "Ich will einen guten Kampf bieten. Ich bin völlig konzentriert", sagte der WBA-Champion im Schwergewicht.

Neun Monate nach seinem Sieg gegen den 2,13-m-Riesen Nikolai Walujew steht für WBA-Schwergewichts-Champ Ruslan Tschagajew heute in Düsseldorf (ab 22 Uhr, live im ZDF) die erste Titelverteidigung an. "Ich will einen guten Kampf bieten. Ich bin völlig konzentriert", sagte der gebürtige Usbeke vor dem Fight gegen seinen Herausforder Matt Skelton aus Großbritannien.

Selbstbewusstsein und Lockerheit strahlt Tschagajew aus - trotz eines herben Rückschlags im August, als er wegen einer akuten Entzündung im Körper den Titel-Vereinigungskampf gegen WBO-Champion Sultan Ibragimow (Russland) absagen musste. "Jetzt ist alles wieder gut", sagt er, und sein Trainer Michael Timm ergänzt: "Als wir Ende September wieder richtig loslegen konnten, war die Erleichterung groß."

Timm: "Er ist stabiler geworden"

Sein in Usbekistan als Held verehrter Schützling sei durch den WM-Titel auch innerlich gewachsen. "Er ist stabiler geworden. Ruslan hat sehr selbstständig mit Fantasie gearbeitet und musste sich zu nichts zwingen."

Alles hat das Universum-Gespann dem großen Ziel untergeordnet. Drei Monate gab es keinen freien Tag, auch an Weihnachten und Silvester trainierte der Familienmensch Tschagajew - und geht topfit in den Kampf gegen den bald 41 Jahre alten Herausforderer. "Ich kenne seine Stärken, er ist ein guter Gegner", sagt der Weltmeister, der 17 seiner 23 Kämpfe mit K.o. beendete.

Ebenso wie Tschagajew versucht Skelton nicht, mit großen Sprüchen den Platzhirsch zu markieren. "Tschagajew ist sehr stark, ein technisch sehr guter Gegner und hat einen schnellen Schlag", sagt der Commonwealth-Champion, dessen Auftritt auf der britischen Insel mit großem Interesse verfolgt wird. "Ich denke, dass der Kampf über die Runden geht, dafür habe ich trainiert."

Skelton mit beachtlicher K.o.-Bilanz

Skelton flog nach geschwänzter Pressekonferenz am Mittwoch zum öffentlichen Training ein. Zwar ist der Engländer erst seit 2002 Boxprofi, kann aber seine Erfahrung aus dem Kickboxing und anderen Kampfsportarten in die Waagschale werfen. Seine K.o.-Quote ist beachtlich, 18 seiner 22 Kämpfe gewann er vorzeitig bei nur einer Niederlage.

Während sich Skelton so lange wie möglich im heimischen Gym einschloss, nahmen sich Tschagajew und Coach Timm sogar Zeit für einen überraschenden Trainingsbesuch bei den Profis von Bundesligist Schalke 04. Bei einem Sieg wird er am Samstag allerdings nicht in Königsblau feiern - eine grüne Zarenrobe schien dem Usbeken bereits vor neun Monaten die passende Kleiderwahl.

© SID

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