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04.03.2006

08:29 Uhr

Boxen WM

"Vadder" Abraham kämpft um seinen Weltmeistertitel

IBF-Weltmeister Arthur Abraham muss heute zum ersten Mal seinen Titel verteidigen. Der in Berlin lebende Armenier tritt gegen den Australier Shannon Taylor an, der von sich sagt: "Ich bin der erfahrenere Boxer."

Der in Berlin lebende Armenier Arthur Abraham muss heute zum ersten Mal beweisen, ob er der IBF-Krone würdig ist. Um 23 Uhr (live in der ARD) tritt der Mittelgewichtler und IBF-Weltmeister in Oldenburg gegen den Australier Shannon Taylor erstmals als Weltmeister in den Ring.

Der in 19 Profikämpfen unbesiegte Abraham marschiert auch heute wieder mit weißer Zipfelmütze in den Ring, begleitet von dem Schlumpflied von Sänger Vadder Abraham. Für den Kampf in Oldenburg wurde extra eine neue Strophe gedichtet: "Was woll´n wir heut von Arthur sehen? Sein Gegner soll nicht lange stehn", heißt es darin.

Keine Schwäche ist seine Stärke

In der Tat ist die Schlagkraft des 26-Jährigen beeindruckend. 17 seiner Kämpfe gewann er vorzeitig. Schwächen in der Deckung konnten seine bisherigen Gegner noch nicht ausnutzen. "Meine Stärken werden den Kampf vorzeitig beenden", sagt der Titelverteidiger.

Für seinen 33 Jahre alten Gegner ist es wohl die letzte Chance, doch noch den großen Durchbruch zu landen. Von seinen 48 Kämpfen verlor er vier und kämpfte zweimal unentschieden. Der Australier verlor bereits seinen ersten WM-Kampf 2001 gegen "Sugar" Shane Mosley (USA) durch technischen K.o. "Ich will diesen Titel unbedingt" kündigte Taylor an: "Ich habe Arthur genau studiert und ich bin der erfahrenere Boxer."

Abraham will als Deutscher in den USA boxen

Promoter Sauerland aber plant bereits die lukrative Zukunft für seinen neuen Star im Stall. "Arthurs Potenzial ist überragend", meint Sauerland, "wenn er gewinnt, werden wir im Sommer noch einmal in Deutschland boxen und dann in die USA gehen. Das Interesse an ihm ist dort riesig."

Dann könnte Abraham eventuell schon mit einem deutschen Pass unterwegs sein. Der Faustkämpfer hat die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt. "Ich verdanke dem Land viel", sagt er, "wenn ich nicht hierher gekommen wäre, wäre ich nie Weltmeister geworden."

© SID

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