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24.01.2005

20:25 Uhr

Brand verzichtet noch auf eine Nachnominierung

„Krisengespräch“ nach mühsamem Sieg

Der Schock über das WM-Aus für Pascal Hens sitzt tief bei den deutschen Handballern - der Auftritt gegen Brasilien war dafür der sichtbare Beweis. Gegen den veremintlichen Aufbaugegner Brasilien konnte das Team von Trainer Heiner Barnd nur mit Mühe eine Blamage verhindern.

HB SOUSSE/TUNESIEN. Ohne den wegen einer Wadenverletzung ausgeschiedenen Hamburger Torjäger zitterte sich die junge deutsche Mannschaft am Montag in Sousse gegen die Südamerikaner zu einem 30:23 (17:11)-Erfolg. Einen Tag nach dem 28:25 zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Tunesein gegen Ägypten feierte der umformierte Europameister damit seinen zweiten Sieg in der Vorrundengruppe D und ist damit dem Erreichen der Hauptrunde einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Zufrieden war Bundestrainer Heiner Brand aber ganz und gar nicht. "Wir haben es nicht geschafft, nach dem schweren Spiel von gestern eine ansprechende Leistung zu bringen. Deshalb sind wir bis zum Schluss in große Schwierigkeiten gekommen", sagte der Trainer des Olympia-Zweiten. Nach dem Schlusspfiff versammelte er sein Team zu einem "Krisengespräch". Nach einem Ruhetag ist Katar am Mittwoch (15.15 Uhr/ARD) der dritte Kontrahent.

Mit dem Schwung aus dem Auftakterfolg knüpfte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) vor rund 2500 Zuschauern in der Olympia-Halle an die Leistung vom Vortag an, konnte aber nur phasenweise überzeugen. Bester deutscher Werfer war Kapitän Florian Kehrmann (Lemgo/7), der selbstkritisch meinte: "Wir haben heute mit wenig Bravour zwei Punkte geholt."

Hens war wegen seines am Vortag im Ägypten-Spiel erlittenen Muskelfaserrisses und der erzwungenen Abreise am Dienstagmittag so niedergeschlagen, dass er zum Spiel gegen Brasilien nicht einmal in die Halle kam, um seinen Mitspieler anzufeuern. Denn zumindest in der Anfangsphase hätten sie die moralische Unterstützung gebrauchen können. Bis zum 7:5 (10. Minute) tat sich die deutsche Mannschaft gegen die quirligen Südamerikaner schwer und kam nur langsam in Fahrt.

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