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16.07.2015

12:11 Uhr

British Open

Golfstar Kaymer probt die Überraschung

Drei von vier Majortiteln haben Kaymer und Langer gewonnen – auf den British Open scheint ein deutscher Fluch zu liegen. Doch in St. Andrews will Kaymer für die Überraschung sorgen. Die Konkurrenz ist groß.

Der deutsche Golfstar ist bei den 144. British Open eher Außenseiter. ap

Martin Kaymer

Der deutsche Golfstar ist bei den 144. British Open eher Außenseiter.

St. AndrewsMartin Kaymer ist nicht der Topfavorit auf den 144. Titel der British Open - beim Sicherheitsdienst in St. Andrews steht der zweimalige Majorsieger aber ganz oben auf der Liste. Ein beim Militär ausgebildeter Personenschützer verfolgt den 30-Jährigen aus Mettmann sogar auf den Proberunden auf Schritt und Tritt – bis zur Toilette. Diesen Schutz bekommen nur die Besten der Weltelite. Nicht wenige Experten zählen den ehemaligen Weltranglistenersten zum Kreis der chancenreichen Kandidaten.

„Hier bin ich am Liebsten, es fühlt sich wie Heimat an. Für uns Europäer ist es das einzige Major, ich würde gern am Sonntag die Chance zum Siegputt haben“, sagte Kaymer am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, bevor er sich gemeinsam mit Geburtstagskind Marcel Siem und Bernhard Langer auf die letzte Einspielrunde im Regen begab.

„Das Wetter soll noch schlechter werden, aber egal in welchem Zustand der Platz sein wird, er ist immer schwer zu spielen“, weiß Kaymer, der 2010 als Siebter sein bestes Resultat auf dem Old Course im Royal and Ancient Golf Club bei einer Open ablieferte.

Denn nicht nur das Wetter dürfte den Profi herausfordern: Golf auf Küstenplätzen wie im schottischen St. Andrews wird auch für Könner oft zum Glücksspiel. Die sogenannten Links-Kurse, die die See mit dem Festland „verlinken“, unterscheiden sich stark von herkömmlichen Plätzen und haben nichts mit links und rechts zu tun.

Die Profis müssen ihr Spiel den Links-Kursen anpassen. Gerade bei den langen Abschlägen braucht der Spieler Glück, damit der Ball auf den im Sommer harten und welligen Fairways bleibt und nicht im Gras verschwindet oder in einen der tiefen Sandbunker springt. Auch der oft böige Wind muss richtig eingeschätzt werden. Daher bevorzugen es die Profis, die Bälle flach zu spielen, damit der Wind die Flugbahn des Balles nicht so stark beeinflussen kann.

Dass Kaymer das Spiel mit dem unberechenbaren Wind und den harten Grüns beherrscht, hat er bei seinem US-Open-Triumph 2014 bewiesen, als er aus fast unmöglichen Lagen erfolgreich puttete. „Am Ende geht es auf den extrem großen Grüns darum, wer die meisten Putts aus drei, vier Metern einlocht“, meinte der im Welt-Ranking auf Position 19 abgerutschte Profi. Wichtig ist ein guter Start am Donnerstag um 14.12 Uhr Ortszeit (15.12 Uhr MESZ).

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