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26.01.2005

16:55 Uhr

Christian Zeitz bester deutscher Torschütze

DHB-Team erzielt Kantersieg gegen Katar

Auch ein unerwarteter Kälteeinbruch hat die deutschen Handballer bei der Weltmeisterschaft in Tunesien nicht vom Erfolgskurs abgebracht. Bei Außentemperaturen von nur acht Grad feierte der neu formierte Europameister in der unbeheizten Olympiahalle von Sousse gegen Katar ein 40:15 (20:4)-Schützenfest.

HB SOUSSE. Durch den dritten Sieg im dritten Spiel steht die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) zwei Spieltage vor Abschluss der Vorrundengruppe D so gut wie in der Hauptrunde.

Vor dem schweren Duell mit Norwegen am (morgigen) Donnerstag (20.15 Uhr/DSF live) war Katar der erhofft leichte Aufbaukontrahent, der zu keiner Phase des Spiels Gefahr ausstrahlte. Bester deutscher Torschütze gegen die harmlosen und überforderten Asiaten war vor rund 700 Zuschauern der Kieler Christian Zeitz mit sechs Treffern. "Wir haben unsere Pflicht erfüllt und schnell von vornherein alles klar gemacht", lobte Bundestrainer Heiner Brand sein Team. "Jetzt brauchen wir noch einen Sieg, um in die Hauptrunde zu kommen." "Das kann doch nicht sein, hier holt man sich ja den Tod. Die sollen mal Heizradiatoren aufstellen", schimpfte Torhüter Johannes Bitter. Der Magdeburger stand zum zweiten Mal nach dem Auftaktmatch gegen Ägypten von Beginn an im Tor. Doch wie seine Mitspieler kam der 2,04 m große Keeper schnell auf Betriebstemperatur. Schon Mitte der ersten Halbzeit hatte Europameister Deutschland den drittklassigen Kataris die Grenzen aufgezeigt. Beim 11:1 (18.) führte der Olympia-Zweite erstmals mit zehn Toren.

Dadurch konnte Bundestrainer Brand frühzeitig den angeschlagenen Frank von Behren schonen, nachdem der Gummersbacher mit einem verwandelten Siebenmeter sein 300. Länderspieltor erzielt hatte. Für ihn kam der Essener Oleg Velyky aufs Feld und führte sich mit einem glänzenden Anspiel zu Kreisläufer Sebastian Preiß (Kiel) ein.

Vor allem die Abwehr stand ungleich sicherer als beim Zittersieg über Brasilien. "Ich gehe davon aus, dass die Konzentration besser sein wird", hatte Brand vorher gesagt. Trotzdem war ihm vor dem zweiten Aufeinandertreffen mit den Asiaten nach dem 43:17 bei der WM vor zwei Jahren mulmig. "Solche Spiele sind nie dankbar. Ich verlange nicht, dass wir ein Highlight sehen", gestand der Gummersbacher.

Doch seine Ansprache nach dem Brasilien-Spiel und die Entspannung des Ruhetages hatten bei seinen jungen Spielern neue Kräfte frei gesetzt. Nicht weniger als neun Tore erzielten sie bis zum 20:4- Pausenstand aus Tempogegenstößen. Zwar verkürzte Katar im zweiten Durchgang durch ihren besten Werfer Nasser Al Saad (8/1) zwischenzeitlich auf 10:22 (39.). Doch mit einer kurzen Tempoverschärfung enteilte der WM-Zweite auf 30:10 (48.) wieder.

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