Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.02.2011

09:58 Uhr

Comeback

Der „Thorpedo“ schwimmt wieder

Sein Rücktritt vor vier Jahren war überraschend, wenig später trübten Dopinggerüchte die Leistungen des fünfmaligen Schwimm-Olympiasiegers Ian Thorpe. Nun hat der "Thorpedo" sein Comeback verkündet und will bei den Olympischen Spielen 2012 in London auf Medaillenjagd gehen.

Aufgepasst, er will es noch einmal wissen. Olympiasieger Ian Thorpe kehrt in den internationalen Schwimmsport zurück. dpa

Aufgepasst, er will es noch einmal wissen. Olympiasieger Ian Thorpe kehrt in den internationalen Schwimmsport zurück.

HB SYDNEY. Der Australier verkündete am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in seiner Heimat Sydney offiziell seine Rückkehr in den Schwimmsport. Der 28-Jährige hatte in den vergangenen Wochen sein Training wieder aufgenommen und damit Gerüchte über sein mögliches Comeback geschürt.

Thorpes Ziel sind die Olympischen Spiele 2012 in London, für die er sich bei den australischen Ausscheidungswettkämpfen im Frühjahr kommenden Jahres qualifizieren muss. Seine Konzentration gelte dem Wettbewerb über 100-Meter-Freistil sowie den Staffelrennen, betonte der elfmalige Weltmeister

Diese Spekulationen wurden von Thorpes Berater Dave Flaskas Anfang Januar auch nicht dementiert. "Er liebt das Schwimmen über alles, aber er hat mich noch nicht damit beauftragt, den australischen Verband um die Aufnahme in den Doping-Testpool zu bitten", sagte Flaskas. Um für London startberechtigt zu sein, müsste dies bis Ende März geschehen, erklärte Flaskas.

Bei seinem letzten großen internationalen Auftritt hatte er bei Olympia 2004 in Athen die Rennen über 200- und 400-Meter-Freistil gewonnen. Über diese Distanzen wäre er auch ein Konkurrent für den deutschen Doppel-Weltmeister Paul Biedermann.

"Es wäre viel leichter gewesen, mich auf meinen Erfolgen auszuruhen und nichts zu tun. Aber es gibt noch Dinge, die ich im Schwimmen nicht erreicht habe, und die ich gerne schaffen möchte", sagte der 28-Jährige. Der "Thorpedo" hatte im November 2006 im Alter von nur 24 Jahren überraschend seinen Rücktritt erklärt und dies mit fehlender Motivation begründet. Allerdings erschien dieser Schritt vier Monate später in einem anderen Licht.

Während der WM 2007 im australischen Melbourne hatte die französische Sporttageszeitung L'Equipe von erhöhten Werten von Testosteron und Wachstumshormonen bei einer Trainingskontrolle im Mai 2006 berichtet. Die Anti-Doping-Agentur Asada seines Heimatlandes hatte daraufhin ein Verfahren gegen den elfmaligen Weltmeister Thorpe eingeleitet.

Thorpe, der den Dopingvorwurf vehement bestritten hatte, wurde zwar von jeglichem Verdacht freigesprochen, doch seinen Ruf sah er nachhaltig geschädigt: "Mein Name wird für immer befleckt sein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×