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21.01.2005

10:00 Uhr

Der Mangel an Eintrittskarten eröffnet deutschen Unternehmen Chancen im Sponsoring

Fifa erlaubt Großbildleinwände 2006

Der Weltfußballverband Fifa hat wichtige Regelungen für die Vermarktung der Weltmeisterschaft 2006 getroffen. Demnach dürfen alle 64 Spiele überall in Deutschland auf Großbildleinwänden gezeigt werden. Diese Regelung galt bislang nur für die zwölf Austragungsorte

fas DÜSSELDORF. Der Rechtevermarkter Infront will die Fernsehsignale kostenlos zu Verfügung stellen, wenn die Veranstaltungen nicht kommerzielle Ziele verfolgen. Zudem bieten die Übertragungen deutschen Unternehmen die Möglichkeit, auch ohne Fifa-Lizenz als Sponsor bei der WM in Erscheinung zu treten.

Großbildleinwände werden für viele Fußballfans im kommenden Sommer die beste Alternative zum Stadionbesuch sein. Denn wenn am kommenden Montag die Fifa und das Organisationskomitee (OK) die Modalitäten des Kartenverkaufs präsentieren, wird sich zeigen, dass die rund drei Millionen Eintrittskarten den Bedarf bei weitem nicht decken werden. Die meisten Fans werden also die Weltmeisterschaft im eigenen Land auf Großbildleinwänden erleben.

Vor allem der deutsche Städtetag hat daher auf eine flächendeckende Übertragung der Spiele auf Großbildleinwänden gedrängt. Damit sollten auch die Städte von der WM profitieren, in denen keine Spiele stattfinden. Sicherheitsexperten schätzen zudem Großbildübertragungen, weil sie besser zu kontrollieren sind.

Kostenlos übertragen dürfen der neuen Regelung zufolge Städte und Gemeinden und Kommunen, aber auch Schulen und Firmen, wenn sie die Leinwände für ihre Angestellten aufstellen. Veranstaltungen mit einem kommerziellen Hintergrund wie in Kinos oder Multifunktionsarenen bleiben allerdings nach wie vor kostenpflichtig. Hierzu müssen die Veranstalter von Infront die Rechte kaufen. Das Geld will Infront aber an SOS-Kinderdörfer spenden. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach der Größe der Übertragung. Um die Großbildleinwände zu refinanzieren, dürfen die Veranstalter Sponsoren suchen, auch wenn sie nicht zum Kreis der WM-Sponsoren gehören.

Weitgehend frei sind die Veranstalter bei der Wahl der Caterer. Vor allem beim Bier kommt die Fifa der deutschen Brauwirtschaft entgegen. Während in den Stadien nur der Fifa-Lizenznehmer Budweiser werben darf und Bitburger den Ausschank übernimmt, dürfen bei den WM-Parties sämtliche deutschen Brauereien zum Zuge kommen.

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