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16.01.2013

21:50 Uhr

Deutsche bei der Handball-WM

Mit dem Abwehrriegel ins Achtelfinale

Mit der geglückten Revanche gegen Montenegro hat das deutsche Team bei der Handball-WM in Spanien das Achtelfinale erreicht. Grundlage war eine Abwehr wie aus einem Guss. Nun wartet der amtierende Weltmeister.

Deutschlands Adrian Pfahl setzt zum Wurf an. dpa

Deutschlands Adrian Pfahl setzt zum Wurf an.

GranollersMichael Haaß schaute ungläubig, als er als bester Spieler der Partie ausgerufen wurde. Neben Kapitän Oliver Roggisch war der Spielmacher der entscheidende Mann für den deutschen Abwehrriegel. Mit der Deckung wie aus einem Guss legten die deutschen Handballer am Mittwoch in Granollers die Grundlage für den wichtigen 29:21 (13:11)-Sieg gegen den vorherigen Angstgegner Montenegro. Durch den dritten Sieg im vierten Spiel der Vorrundengruppe A qualifizierte sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) wie ersehnt vorzeitig für das Achtelfinale der WM. Das neue Ziel heißt nun Viertelfinale. Montenegro, das in der Qualifikation den Olympia-Zweiten Schweden ausgeschaltet hatte, bleibt ohne Punktgewinn.

„Ich bin eigentlich gegen solch eine Wahl, weil ich eine recht altmodische Vorstellung vom Mannschaftssport habe. Aber ich freue mich natürlich, wenn die Leistung gewürdigt wird. Aber allein kann keiner ein Spiel gewinnen“, sagte der Göppinger Haaß bescheiden. „Es war fantastisch, was Haaß und Roggisch im Innenblock geleistet haben“, lobte Heuberger.

Der Modus der Handball-Weltmeisterschaft

2013

24 Mannschaften nehmen an der Handball-WM in Spanien (11. bis 27. Januar) teil.

Vorrunde bis Finale

Die Vorrunde wurde in vier Sechsergruppen gespielt. Die jeweils besten vier Teams der Gruppen, in denen zunächst jeder gegen jeden spielt, qualifizierten sich für das Achtelfinale und ermitteln nun im K.O.-System den neuen Weltmeister.

Der Presidents-Cup

Die beiden Letztplatzierten der Gruppen spielen im Presidents-Cup um die Plätze 17 bis 24.

Deutschlands Gegner

Die deutsche Mannschaft traf in der Vorrundengruppe A auf Brasilien (33:23), Afrikameister Tunesien (23:25), Argentinien (31:27), Montenegro (29:21) sowie Titelverteidiger und Olympiasieger Frankreich (32:30). Im Achtelfinale siegte das Heuberger-Team 28:23 gegen Mazedonien, im Viertelfinale wartet Ausrichter Spanien, in einem möglichen Halbfinale der Sieger aus der Partie Russland gegen Slowenien.

Das Ziel

Bundestrainer Martin Heuberger nannte im Vorfeld das Erreichen des Achtelfinales als Ziel - das wurde inzwischen bereits übertroffen.

Mit einem Sieg im abschließenden Vorrundenspiel am Freitag (18.15 Uhr/ARD) gegen Weltmeister Frankreich kann das Team von Bundestrainer Martin Heuberger sogar noch Gruppensieger werden und auf einen leichteren Achtelfinalgegner hoffen. Vor rund 3700 Zuschauern warf Dominik Klein vier Tore.

Der Held des deutschen 31:27-Sieges gegen Argentinien am Vortag musste gegen Montenegro wieder auf der Bank Platz nehmen. Heuberger setzte in seiner Startformation auf Silvio Heinevetter als Nummer 1 im Tor statt Carsten Lichtlein. „Wir haben zwei gute Torhüter dabei. Ich habe immer gesagt, dass Silvio Heinevetter die Nummer 1 ist“, erklärte Heuberger.

Deutschlands Bilanz der Handball-Weltmeisterschaften - Teil 1

1938

Weltmeister

1954

Zweiter Platz

Es trat eine Gesamtdeutsche Mannschaft an.

1958

Dritter Platz

Es trat eine Gesamtdeutsche Mannschaft an.

1961

Vierter Platz

1964

Vierter Platz

1967

Sechster Platz

1970

BRD: Fünfter Platz

DDR: Zweiter Platz

1974

BRD: Neunter Platz

DDR: Zweiter Platz

1978

BRD: Weltmeister

DDR: Dritter Platz

1982

BRD: Siebter Platz

DDR: Sechster Platz

1986

BRD: Siebter Platz

DDR: Dritter Platz

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