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10.01.2005

12:02 Uhr

Deutsche konnte sich im Pokalspiel nicht auszeichnen

Wenger sieht Lehmann-Abschied bei Arsenal voraus

Die Fronten beim FC Arsenal sind verhärtet: Klar ist, dass Nationaltorwart Jens Lehmann weiterhin nur die Nummer zwei im Tor des englischen Meisterschaftsfavortiten bleiben wird. Auch Coach Arsene Wenger rechnet mit einem Abschied des Ex-Dortmunders, schließlich läuft Lehmann hinsichtlich der WM 2006 die Zeit davon.

Wie lange bleibt Jens Lehmann noch in London? Seine Coach rechnet bis zum Ende der Saison.

Gewohntes Bild: Lehmann auf der Tribüne.

HB LONDON/HAMBURG. Spätestens zum Saisonende drohe der Weggang von Jens Lehmann aus der Premier-League, so jedenfalls die Meinung von Arsenal-Trainer Arsene Wenger. "Ich weiß, dass Lehmann um seine Rückkehr ins Tor kämpfen wird, aber mit dem Ziel der WM vor Augen glaube ich nicht, dass er glücklich sein wird, als Nummer zwei hier zu bleiben. Die WM ist ein Problem für ihn und für mich", sagte der Coach des englischen Fußball-Meisters dem Fachblatt "kicker" (Montag-Ausgabe) über den 35-jährigen Schlussmann. Wenger erklärte den acht Jahre jüngeren Spanier Manuel Almunia, der seit Wochen an Stelle von Lehmann zwischen den Pfosten steht, zur Nummer 1 der "Gunners".

"In seinen ersten zwei, drei Spielen war er nicht so gut. Aber danach hat er Charakterstärke bewiesen. Deshalb ist er jetzt unsere erste Wahl", sagte der französische Trainer über Almunia, der die letzten neun Punktspiele Lehmann im Tor verdrängt hat. Der Deutsche durfte zwar am Sonntag im FA-Cup gegen den Zweitligisten Stoke City (2:1) spielen, konnte sich aber nicht auszeichnen und muss wieder für Almunia weichen. Wenger hatte schon vorher klargestellt: "Die Nummer 1 spielt in der Meisterschaft, die Nummer zwei im Pokal."

Sollte sich daran auf absehbare Zeit nichts ändern, dürfte Lehmann mit Blick auf seine Nationalmannschafts-Ambitionen Probleme bekommen. Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte angedeutet, dass Lehmann nur bei entsprechenden Leistungsnachweisen im Verein Chancen auf eine Teilnahme an der WM 2006 in Deutschland hat. Zudem hatte er erklärt, dass er sich vor dem nächsten Länderspiel am 9. Februar in Düsseldorf gegen Argentinien bei Wenger über den Grund für Lehmanns Degradierung erkundigen wolle. Der Ex-Schalker und-Dortmunder war im vergangenen Jahr hinter Oliver Kahn (FC Bayern München) und vor Timo Hildebrand (VfB Stuttgart) die Nummer zwei in der DFB-Auswahl.

Lehmann selbst sagt zu seiner derzeitigen Situation nichts. Auch nach dem FA-Cup-Spiel schritt er kommentarlos von dannen. Wenger hingegen hatte lobende Worte für den Deutschen parat, dessen Lage er "schwierig" nannte. "Dies war ein Albtraum-Spiel für einen Torwart. Er hatte wenig zu tun, musste aber das ganze Spiel über auf der Hut sein. Aber er hat alles richtig gemacht."

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