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14.01.2005

15:09 Uhr

„Die guten alten Zeiten im Fußball sind vorbei“

Liga im Schnäppchenrausch

Die Bundesliga ist ein El Dorado für klamme Vereinskassen, denn zum Saisonende können sich die Vereinsbosse vor ablösefreien Spielern kaum noch retten. Wer auf der Strecke bleibt, muss zum Arbeitsamt.

Die Zahlen sind zum Weinen. Während die Spielerberater ihren Provisionen nachtrauern, treibt die Summe von 133 Spieler den Vereinen Freudentränen in die Augen. Zum Ende der Saison laufen von 15 Torhütern, 52 Abwehrspielern, 45 Mittelfeldspielern und 21 Stürmern die Verträge aus. Die Stars sind folglich nicht nur ablösefrei zu bekommen, zum Teil werden die neuen Verträge - wie im Fall Bixente Lizarazu - schlechter dotiert sein als zuvor.

So kehrte in der vergangenen Woche der Franzose nach einem Intermezzo von nur sechs Monaten von Olympique Marseille zum FC Bayern zurück und unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende. Dabei akzeptierte der 35-jährige Abwehrspieler sogar ein Gehalt, das nur knapp die Hälfte seiner ursprünglichen Bezüge bei den Bayern darstellte. Manager Uli Hoeneß und Vorstand Karl-Heinz Rummenigge willigten dankbar ein.

So viele Spieler wie selten zuvor stehen vor dem Problem, womöglich schlechtere Vertragsbedingungen akzeptieren zu müssen. "Das sind keine guten Zeiten", beklagt das Urgestein aller Spielerberater, Norbert Pflippen, die Situation. "Bei diesem Angebot können die Vereine sich billig bedienen." Der Entdecker von Spielern wie Oliver Kahn oder Lars Ricken befürchtet, dass die Spieler unter Wert verkauft werden.

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