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02.02.2006

13:02 Uhr

Die Medaillen von Turin

Ein Loch als Symbol für Italiens Piazza

Sie sind rund, haben ein Loch in der Mitte und erinnern an eine CD: Die Medaillen bei den Olympischen Winterspielen in Turin überraschen mit einem ungewöhnlichen Design. Sie stehen für die Leidenschaft Italiens.

Die Medaillen. Foto: AP

Die Medaillen. Foto: AP

HB TURIN. "Wenn man die Medaillen mit den Händen erforscht, entdeckt man, dass sie konkav und komplex sind, weil sie eine universelle Botschaft transportieren", sagte der Grafiker Dario Quatrini, der die Objekte der Athleten- Begierde entworfen hat.

"Es sind wunderschöne Medaillen. Sie repräsentieren das, was wir von Italien erwarten - Kreativität", lobte Jean-Claude Killy, Präsident der Koordinierungskommission des IOC. Sie stünden für die olympischen Werte Freundschaft, Ehre und Respekt für die Leistung der Konkurrenten. Die Kritiker sehen die Medaillen weniger pathetisch und sprechen von Compact Disc, Donut oder futuristischen Pokerchip.

Erstmals haben olympische Medaillen ein Loch. Es soll die Piazza, das soziale Zentrum eines typischen italienischen Ortes, symbolisieren. "Es ist der Platz, wo Leidenschaft lebt", schrieb das Turiner Organisationskomitee TOROC bei der Vorstellung der Medaillen Ende November. Passend dazu werden bei den Winterspielen die meisten Siegerehrungen auf einem Platz stattfinden, der Piazza San Castello in Turin.

Insgesamt wurden 1026 Medaillen für die 84 Wettbewerbe angefertigt. Die Goldmedaille ist 450 Gramm schwer und besteht aus Silber mit einem sechs Gramm schweren Goldüberzug. Damit haben die Turiner die Minimalforderung des IOC für den Goldgehalt erfüllt und zugleich das ohnehin knappe Budget geschont.

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