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04.08.2016

10:23 Uhr

Diebstahlserie im olympischen Dorf

Rio entschuldigt sich für seine Diebe

Mehrere Mannschaften klagen über mangelnde Sicherheit im olympischen Dorf – die Athleten wurden mehrfach Opfer einer Diebstahlserie. Die Organisatoren bitten zerknirscht um Entschuldigung – und geben Verhaltenstipps.

Die Organisatoren von Rio müssen sich nach einer Diebstahlserie bei den Athleten entschuldigen. dpa

Olympisches Dorf

Die Organisatoren von Rio müssen sich nach einer Diebstahlserie bei den Athleten entschuldigen.

Rio de JaneiroNach einer Serie von Diebstählen haben die Organisatoren der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro die betroffenen Mannschaften um Entschuldigung gebeten. „Sie sind unsere Gäste in Brasilien. Es tut uns sehr leid“, sagte der Sprecher des Organisationskomitees (OK), Mario Andrada, am Mittwoch der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Es werde alles getan, um die Taten aufzuklären.

Kurz vor der Olympia-Eröffnungsfeier war auch die dänische Mannschaft Opfer von Dieben geworden. Während der Reparaturarbeiten im olympischen Dorf seien mehrere Smartphones, Tablets, Kleidungsstücke und sogar Bettbezüge aus den dänischen Unterkünften gestohlen worden, sagte Delegationsleiter Morton Rodtwitt am Mittwoch im dänischen Fernsehen.

Zuvor hatten bereits die Mannschaften Chinas und Australiens beklagt, dass sie bestohlen worden seien. Während eines Feueralarms im olympischen Dorf seien am Freitag ein Laptop und mehrere Teamshirts entwendet worden, sagte die australische Delegationschefin Kitty Chiller. Sie habe beobachtet, wie drei Feuerwehrmänner mit australischen Hemden unter dem Arm verschwunden seien.

Die hohe Kriminalitätsrate in Rio ist eine der größten Sorgen der Olympia-Organisatoren. 88.000 Sicherheitskräfte sind derzeit in der Metropole im Einsatz und damit mehr als doppelt so viele wie bei den Spielen in London 2012.

OK-Sprecher Andrada gab den Besuchern in Rio Tipps mit auf dem Weg: „Kein Geld auf der Straße zählen. Wer eine gute Kamera hat, sollte sie in eine Tasche stecken und nur zum Fotoschießen herausholen.“ Wer wachsam sei, minimiere das Risiko, ausgeraubt zu werden. Die Täter hätten es vor allem auf Menschen abgesehen, die unaufmerksam seien.

Von

afp

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