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03.09.2012

20:23 Uhr

Diskus und Tischtennis

Zweimal deutsches Gold bei den Paralympics

Deutsche Paralympics-Sportler konnten gleich zweifach triumphieren: Zuerst gab es Gold im Diskus dank Sebastian Dietz, danach siegte Tischtennisspieler Holger Nikelis. Olympia-Star Usain Bolt geriet derweil ins Schwärmen.

Diskusstar Sebastian Dietz schleuderte sich aufs Siegertreppchen. dpa

Diskusstar Sebastian Dietz schleuderte sich aufs Siegertreppchen.

LondonGoldener Wochenbeginn für das deutsche Paralympics-Team in London: Erst triumphierte Diskuswerfer Sebastian Dietz, dann brachte Tischtennis-Ass Holger Nikelis die Halle zum Kochen. Und die Briten feierten am Montag in den Gazetten den Zelluloidball-Artisten Jochen Wollmert als großen Sportsmann, weil er den Londoner William Bayley nach seinem Triumph so rührend getröstet hatte.

Hinzu kamen in der Dressur Silber und Bronze durch Britta Näpel und Angelika Trabert, Silber von Schwimmerin Verena Schott sowie Bronze mit der Kugel durch Michaela Floeth. „Einfach inspirierend! Bei den paralympischen Spielen findet man die wahren Champions“, twitterte der sechsmalige Leichtathletik-Olympiasieger Usain Bolt.

Schon am Morgen ähnelte die Stimmung in der Tischtennishalle im Excel-Center von London der Davis-Cup-Atmosphäre im Tennis. Der nach einem Badeunfall gelähmte Kölner Rollstuhlfahrer Nikelis behielt die Nerven und setzte sich mit 3:1 (11:4, 11:6, 3:11, 11:6) gegen Jean-Francois Ducay aus Frankreich durch. „Ich kann das noch gar nicht glauben, es ist unbeschreiblich, der Franzose war der Schwerste im Feld“, sagte der 34-Jährige, der schon vor acht Jahren in Athen triumphiert hatte. „Hätte ich die Behinderung nicht, würde ich so etwas nicht erleben.“

„Wollmert und Nikelis sind absolute Profis, bei solchen Events bringen sie 120 Prozent“, lobte Trainer Karl-Heinz Weber die erfolgreichen Athleten an der Platte. Wollmert, dessen Hand- und Fußgelenke steif sind, war in der Nacht zum Dienstag ein lautstarker Empfang im Deutschen Haus in London bereitet worden.

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