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30.06.2012

02:25 Uhr

Doping-Vorwürfe

US-Dopingagentur kündigt Klage gegen Rad-Star Armstrong an

Wenn am Wochenende die Tour de France zum 99. Mal durchgeführt wird, ist Lance Armstrong nicht dabei. Der siebenfache Gewinner ist wegen Doping-Anschuldigungen daheim geblieben. Dort wird nun Anklage gegen ihn erhoben.

Hat die Tour de France sieben Mal gewonnen: US-Star Lance Armstrong. Reuters

Hat die Tour de France sieben Mal gewonnen: US-Star Lance Armstrong.

WashingtonDie nationale Anti Doping-Agentur der USA (USADA) will Anklage gegen den siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong erheben. Das teilte die Organisation am Freitag mit.

Die USADA folgte damit der Empfehlung einer dreiköpfigen Kommission, die die Doping-Anschuldigungen gegen den 40-Jährigen und die Beweise für mögliche Vergehen geprüft hatte. Armstrong hat nun die Möglichkeit, vor einem Schiedsgericht Stellung zu beziehen und sich zu verteidigen.

Die Anti-Doping-Agentur hatte vor zwei Wochen schwere Vorwürfe gegen den Ex-Radstar erhoben. In einem 15 Seiten umfassenden Schreiben hatte sie ihn darüber informiert, dass mutmaßliche Dopingproben von ihm aus den Jahren 2009 und 2010 „vollkommen mit Proben übereinstimmen, an denen Blutmanipulation, inklusive EPO und/oder Blut-Transfusionen vorgenommen wurden.“

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Als erste Konsequenz hatte die USADA Armstrong sofort für alle Wettbewerbe gesperrt. Er darf daher auch nicht an Triathlon-Rennen, seinem neuen Betätigungsfeld, teilnehmen. Sollten sich die Vorwürfe gegen Armstrong bestätigen, könnte er seine sieben Tour-Titel verlieren.

Armstrong hat bislang alle Doping-Vorwürfe bestritten und nannte die USADA-Anschuldigungen „zweifelhaft“. Unter den weiteren beschuldigten Personen ist auch der aktuelle sportliche Leiter vom Team RadioShack und langjährige Armstrong-Vertraute, Johan Bruyneel.

Er hat wegen der neuerlichen Vorwürfe auf seine Teilnahme an der am Samstag beginnenden Tour de France verzichtet. Auch er hatte alle Punkte zurückgewiesen.

Finanzieller Aspekt der Tour de France 2012

Preisgeld

Die Radprofis der Tour de France 2012 dürfen wieder mit einer Menge Preisgeld rechnen. Es sind diesmal wieder über zwei Millionen Euro abzuschöpfen. Dazu kommt für jedes Teams eine pauschale Antrittsgage.

Verteilung des Preisgelds

Den größten Brocken erhält weiterhin der Gesamtsieger. Der Träger des Gelben Trikots darf sich in Paris erneut über 450.000 Euro freuen. Für die Plätze zwei und drei werden noch stattliche 200.000 bzw. 100.000 Euro ausgeschüttet. Für das Schlusslicht der Tour, ein eigentlich überaus prestigeträchtiger Platz, gibt es nach drei Wochen Schwerstarbeit läppische 400 Euro, die sicher direkt in die Mannschaftskasse wandern dürften.

Sonderwertungen

Siege in den Sonderwertungen lohnen sich dagegen. Die Titel bester Sprinter und bester Kletterer werden mit jeweils 25.000 Euro versüßt. 20.000 Euro gibt es für den Sieger der Nachwuchswertung sowie für den kämpferischsten Fahrer. Die beste Mannschaft darf 50.000 Euro verbuchen.

Tagesprämien

Doch nicht nur nach der Ankunft in Paris füllt sich die Kasse, jeden Tag werden auf den Etappen Prämien verteilt. Ein Tag im Gelben Trikot bringt 350 Euro, ein Etappensieg schon stolze 8000 Euro. Der kämpferischste Fahrer des Tages bekommt 2000 Euro, das beste Team 2800 Euro. Bei Bergprüfungen werden bis zu 800 Euro verteilt, bei Zwischensprints sind 1500 Euro zu gewinnen.

Von

dpa

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