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03.01.2005

19:47 Uhr

Dortmunder Team-Manager tritt ab - Aktienkurs fällt

Reuter wirft das Handtuch beim BVB

Stefan Reuter ist nach nur einem halben Jahr von seinem Posten als Teammanager des hoch verschuldeten Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund (BVB) zurückgetreten.

HB DÜSSELDORF. Reuter werde den Verein auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung verlassen, teilte der einzige börsennotierte deutsche Fußballverein am Dienstag mit. Sportmanager Michael Zorc werde Reuters Aufgaben zusätzlich übernehmen. In der "Bild"-Zeitung erklärte Reuter, die Strukturen und Kompetenzen erlaubten ihm nicht, erfolgsorientiert zu arbeiten. "Ich habe zwölfeinhalb Jahre immer Vollgas für Borussia gegeben. Doch so, wie es hier zuletzt ablief, macht alles Weitere keinen Sinn mehr", zitiert das Blatt den Fußballweltmeister von 1990.

Reuter hatte zwölf Jahre lang bis März 2004 für den BVB gespielt und war nach dem Ende seiner sportlichen Karriere im Sommer als Teammanager in die erweiterte Geschäftsleitung des krisengeschüttelten Klubs gewechselt.

Die aufgeblähte Struktur mit Zorc, Reuter und Manager Michael Meier war angesichts der Finanzprobleme in die Kritik geraten. Der BVB hat zuletzt ein Sparprogramm aufgelegt und die Gehälter der Angestellten gekürzt, um die Lizenz für die nächste Bundesligasaison nicht zu gefährden. Der BVB ist mit über 100 Millionen Euro verschuldet, allein in der Saison 2003/04 lag der Verlust bei 67,7 Millionen Euro.

Die BVB-Aktien büßten am Dienstag 4,6 Prozent auf 1,86 Euro ein und näherten sich erneut ihrem vor Weihnachten erreichten Tiefststand von 1,82 Euro.

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